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Craft Beer Kiosk in Wuppertal | Atomlabor on Tour

Montag, März 06, 2017

Das Foto zeigt den Craft Beer Kiosk in Wuppertal von aussen

Ein Laden für Bier und so... 

Letzte Woche Donnerstag stand mal wieder ein Bier-Tasting an, also Atomlabor on Tour und das wieder in meiner Heimatstadt. Mein Kumpel Friedemann hat mich darauf aufmerksam gemacht und direkt zwei Plätze im Craft Beer Kiosk in Wuppertal gebucht. Der kleine Laden für ausgefallene Biere wird u.a. von meinem Grundschulklassenkamerad Thorsten Ulbricht geführt. Es sollte das erste Tasting im Kiosk in der Luisenstraße 72 in Wuppertal sein und ich nehme mal vorweg, dass noch eine Menge weitere folgen werden. Wir waren also somit "Testobjekte". Damit kann ich leben und mit einem Preis von 29,- Euro für das Tasting so oder so. Um 19h ging es dann los und wir befanden uns in einer kleinen illustren Runde von Bierliebhabern oder von Menschen, die es noch werden möchten. Es geht nicht um die Allgemeinplörre und um das Banale, sondern um besondere Getränke aus kleinen, teils privaten Brauereien. Der Kiosk ist minimalistisch aber nicht ungemütlich eingerichtet und mein Blick fiel direkt auf die Auslage. Ein bis zur Decke vollgepacktes Regal mit bunt etikettierten Flaschen sprang mir förmlich ins Auge und daneben ein Kühlschrank. Der Abend konnte nur gut werden. 



Schwupps, hatte ich auch schon das erste Bier zum "Vorglühen" in der Hand. Eine Weisse. Eine angenehme Säure als Aperitif machte sich in meinem Gaumen breit. Oha, ich bin nicht unbedingt der Fan von Weisse, aber das hatte schon was. Friedemann hat den Laden schon ein paar Mal vorher besucht, kannte einige Leute und wußte auch schon welches Bier besonders lecker schmecken würde. Ich für meinen Teil war unbedarft und gespannt was mich erwarten würde. Meine Erwartung wurde nicht enttäuscht, aber beim offiziellen Start der Verkostung hatte ich direkt meine zweite Weisse aus einer Amsterdamer Hippie-Brauerei auf meinem Platz stehen. Okay? Noch mal was saures? 

Mit Essen noch eine Spur genialer. 







Ohne etwas zu essen halte ich das nicht durch. Mein Glück. Zu Testzwecken hat Thorsten seinen Kumpel Fridolin vom Restaurant Zaunkönig am Start gehabt. 


Der Koch zauberte dann kleine Support-Gerichte auf unseren Platz und rundete spontan die jeweiligen Biere mit kleinen Gerichten ab. Sehr kreativ und hilfreich, denn acht Biere wollten verkostet werden. Wildkräuter/Birne und Parmesan-Molke, Linsen/Rettich mit fermentierter Butter, Bohnen-Créme/Avocado und Shitake und mehr sollten zwischen den Bieren in unserem Magen landen. Dann noch eine Entenbrust die schon fast ein Schinken war... köstlich.



 Aus meiner Sicht soll das bitte in Zukunft immer angeboten werden, ich bin auch sehr gerne bereit mehr für das Tasting zu bezahlen. Es war einfach alles super stimmig und lecker.









Der Fokus lag auf neuen, außergewöhnlichen und aufregenden Bieren. Die Geschmackssensoren werden bei dieser Art, der jenseits der industriellen Massenproduktion und des herzlich aussagekräftigen Reinheitsgebots, mit Herz und Handwerk produzierten Biere, besonders gekitzelt. Darunter befinden sich Klassiker und halt neuen Brauarten. So tranken wir quasi von hell bis dunkel quer durch den "Biergarten" und haben die unterschiedlichsten kulinarischen Ergüsse erleben dürfen. Ganz wichtig ist natürlich auch ausreichend Wasser zu trinken und so standen die Flaschen parat.









Was direkt auffällt: Bei den bekannten Bieren in Deutschland greift man gerne auf Hopfenpellets zurück und der Geschmack von vielen deutschen Bieren ist gleichgeschaltet. Das geht halt anders mit frischem Hopfen und mit den verschiedenen Aromahopfen-Sorten holt man grandiose Geschmäcker aus Wasser, Hopfen uns Malz heraus. 

Beim Craft Beer macht wirklich noch der Geschmack den Unterschied. Hier ist gutes Handwerk, Qualität und viel Experimentierfreude im Spiel. Darüber definiert sich die Szene

Unter anderem haben wir also Biere von Emma - Biere ohne Bart, Saugatuck Brewing Company, Kehrwieder Kreativbrauerei und der Beavertown Brewery probiert, um mal nur ein paar Namen zu nennen. Nicht nur Weisse auch American Pale Ales, American Amber Ale , Stouts usw... 
Höchst interessant ist auch die Tatsache, dass gerade die Ecke um Freiburg wohl sehr umtriebig beim Craft Bier Brauen zu sein scheint. Was für mich bisher immer ein britisches Ding war, erschloss sich mir dann global. Von Belgien über Australien, Kalifornien bis Bayern... es gibt so viele tolle und interessante Biere, die man für sich entdecken kann und man muss da nicht nur auf das "langweilige" deutsche Bier zurückgreifen. Damit meine ich jetzt vornehmlich die Großbrauereien. Obwohl ja auch dort langsam der Trend zu Craft Bieren und Aromahopfen Einzug findet und die Verbraucher (also wir) das Angebot auf Grund unserer Nachfrage steigern. Guter Trend. Das Reinheitsgebot ist doch eh nur Makulatur und ein alter Marketinggag, so sehe ich es auf jeden Fall. Denn das beste Pils kommt nicht aus Deutschland sondern aus den USA. Nur mal so am Rande erwähnt. 

Gut eingeführt in die bunte Welt der Craft Biere. 

Zurück zum Kiosk. Die Jungs vom Craft Beer Kiosk haben auch noch Tasting-Bögen verteilt auf denen man jedes Bier kategorisieren konnte. Naaa... nette Geste, aber für so einen Abend eher hinderlich. Lass uns über die Biere sprechen, die Hintergründe kennenlernen, die einzelnen Besonderheiten hervorheben und ein wenig über die Geschichte plaudern. 
Nun für den Einen oder Anderen ist so ein Bogen ja eine gute Gedächtnisstütze. Ich fotografiere es ja und habe den Geschmack dann auch direkt wieder auf der Zunge ^^ 











Gedacht, getan. So haben Thorsten und sein Kompagnon zu fast jedem Bier einen kleinen Vortrag gehalten, der die Hintergründe der Brauereien beleuchtete und konnte mit einem ordentlichen Fachwissen glänzen. Spätestens nach dem dritten Bier wurde die ganze Gruppe auch locker und redseelig, was so einem Tasting immer zu Gute kommt. 
So hat mir/uns der Abend sehr gut gefallen und ich habe einige sehr schöne Biere für mich entdecken können. Wie wäre es denn mal mit einem Bier welches latent nach Salz und Kirsche schmeckt? Oder so ein richtig fruchtiger Hopfen? Das alles kann man dann bei einem Tasting für sich entdecken und später auch im Kiosk kaufen. Wer keine Lust auf ein Tasting hat, obwohl ich es wirklich nur wärmstens empfehlen kann, der sollte auf jeden Fall einfach mal so den Shop besuchen und sich von den Jungs beraten lassen. Dass so ein Bier auch mal recht sauer schmecken kann zeigt das Foto von meinem Buddy Friedemann eindrucksvoll. Dabei hatte das Bier auch seine starken Momente und war nur auf den ersten Schluck recht sauer. Wie gesagt, man erlebt eine komplette Geschmacksnerv-Reise. 

Dosenbier wie geil ist das denn bitte.

Da ich gefragt wurde, warum es auch noch Dosenbier gibt: Dosenbier ist die beste Variante der Lagerung. Das Bier kommt frisch in einen luft- und lichtdichten Behälter. Flaschen sind schneller zu reinigen, Dosen müssen halt erstmal eingeschmolzen werden... daher gibt es bei den großen Playern eher Flaschen. Der Umwelt macht eine Dose bei Rückgabe eher wenig aus solange sie recycelt wird. 









Ach ja, das hätte ich ja fast vergessen: Es werden auch Braukurse angeboten und dort lernt man dann den Weg zum eigenen Bier kennen. Das wäre dann mein nächster Schritt, denn ein eigenes Atomlabor Bier wäre doch was, oder?

Hier findest Du den Laden:


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