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Belgiens Autobahnen sind mein Alptraum | Glosse oder der Rant der Woche

Mann mit Hund sitzt auf einer Bank eines dreckigen belgischen Rasthofs an der Autobahn

Hey, was ist da eigentlich in Nord-Belgien los? 

Die Autobahnen im flämischen Teil Gallia Belgicas sind echt gruselig. 

Ich komme gerade aus England zurück und bin mit dem Auto auf die Insel gefahren. Unweigerlich, auf dem Weg zur Fähre, kommt man durch die Niederlande und Belgien um dann in Frankreich das Schiff rüber nach Dover zu nehmen. Deutsche Autobahnen sind schon okay, Niederländische auch noch und eine Begrenzung auf 130 km/h geht aus meiner Sicht absolut klar. Mehr braucht es nicht um entspannt am Ziel anzukommen.
Unmittelbar nach der holländischen Grenze, geht es dann in Belgien auf 120 km/h Höchstgeschwindigkeit herunter und das ist auch gut so, denn die Autobahnen oben an der Küste sind absolut grottig. Damit meine ich nicht nur den Straßenbelag der belgischen Autobahnen, sondern auch den Dreck am Seitenstreifen. Wer dann noch eine Rast einlegen muss/möchte, der sollte eher abfahren, als einen der Rastplätze aufzusuchen. 

Denn saubere und angenehme Rastplätze sind Mangelware im Land der Fritten. Ich weiß echt nicht warum das so ist, aber alles wirkt so schmuddelig. Kann mir das mal bitte einer erklären und nein, ich mag die Belgier wirklich sehr. Sympathisches Völkchen. Das Land der "Schtroumpfs" also Schlümpfe, hat mir nämlich in der Grundschule mein Klassenkamerad näher gebracht. Antoine kam aus Belgien und zog mit seiner Familie wieder von Wuppertal dorthin. Ich stellte mir das kleine Land immer sehr idyllisch vor und grundsätzlich ist es das ja auch... halt bis auf die Autobahnen. 

Dazu kommt meine Feststellung, dass die Belgier leider auch keine guten Autofahrer sind. Ja ja, was ist schon gutes Autofahren.. die Deutschen sind auch eher die Agros in Europa. Engländer haben es da schon eher drauf und sind auf der Insel recht passiv unterwegs - Knallgas gibt es dann eher auf deutschen Straßen und mit deutschen Autos. 

In Belgien wiederum, muss man bei 120km/h auf einer dreispurigen Autobahn, keinem auf der Stoßstange hängen, der rechts fährt. Also eigentlich nie. Man muss auch nicht von ganz links auf die Ausfahrt rasen und zwei Spuren schnibbeln. Kann man, aber dann ist man entweder ein Asi oder halt ein Idiot. Das scheint in Belgien allerdings Volkssport zu sein. Nun, diese Dinge sind mir halt vermehrt aufgefallen und hey, ich fahre schon recht flott und behindere keinen. 

Zurück zur Sauberkeit.

Alter, da bin ich echt wirklich deutsch... ein Spießer. Aber wenn alle 20m geplatzte LKW-Reifen am Seitenstreifen liegen, Steine, Dosen, Schuhe (schon mal aufgefallen das immer nur einzelne Turnschuhe auf Autobahnen rumliegen?), dann fragt man sich echt ob es da keine Verantwortlichen im Verkehrsamt gibt. Laut der "Quality of Road" Scorecard von 2017/2018 liegt Belgien im Weltmittelfeld der Straßenqualität - Platz 46. Deutschland ist mit Platz 15. jetzt auch nicht gerade der Hit - so what. 

Aber belgische Straßen sind schlechter als in Namibia, Ruanda, Aserbaidschan oder Ecuador. Um nur mal ein paar Länder zu nennen, von denen man das wohl eher nicht erwartet hätte. 

Mit anderen Worten, es ist nicht nur mein subjektiver Eindruck. Aber dafür wird Geld in Kameraüberwachungssysteme gesteckt, welche die Kennzeichen überwachen. Wow. Schneller als 20km/h über der Höchstgeschwindigkeit ist auf Grund der Straßenverhältnisse eh nicht ratsam und wird eh schon recht teuer - mehr als 100 Euro nimmt die belgische Polizei dann gerne als Strafgeld entgegen. 

Festgehalten wird das dann auch u.a. mit der Kameraüberwachung - also nicht nur Anti-Terror. Nun, dafür ist also Geld vorhanden. Das Autobahnnetz ist allerdings sehr gut ausgebaut und mit rund 1756 km auch ordentlich lang. Doch die Quantität und Qualität sind nun mal zwei verschiedene Paar Schuhe und letzteres lässt aus meiner Sicht zu wünschen übrig. Dabei lebt das Land doch vom Tourismus und der erste Eindruck zählt. Da müsste dann auch drin sein, dass man auf Rasthöfen nicht im Dreck sitzen und platt gefahrene Ratten als Bodenbelag erwarten muss. Wenn schon, dann macht es richtig und aus den Ratten den Straßenbelag. 

Ich schrieb ja schon, vielleicht bin ich da zu deutsch - andere Länder, andere Sitten. Jedoch ist mir das in den letzten Jahren schon mehrfach negativ aufgefallen und gerade auf der Rückreise von England wieder. Als Titelbild habe ich übrigens das Selfie mit Bentley gewählt, da der Boden am Rasthof in Flandern so dreckig war, dass Bentley lieber auf der Bank saß. 

Wir werden sicher in diesem Jahr nochmal nach Brüssel fahren... über die dreckigste Autobahn Europas ^^  - ich werde berichten ;) 
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