Ist SodaStream Sparkling Gold eine Getränkeinnovation? | Ich habe es mal verkostet - Atomlabor Blog | Dein Lifestyle Blog

Ist SodaStream Sparkling Gold eine Getränkeinnovation? | Ich habe es mal verkostet

Ist SodaStream Sparkling Gold eine Getränkeinnovation? | Ich habe es mal verkostet

Was ist golden, spritzig und richtig lecker? Die limited Edition Sparkling Gold.

Okay, jetzt wird es erstmal schräg. Als ich nämlich genau diese Headline in meinem Posteingang entdeckte, konnte ich mir erstmal beim besten Willen nicht vorstellen wie SodaStream eine Getränkeinnovation auf der geschmacklichen Grundlage eines Rieslings bauen wollte. Genau, der Wassersprudlerherstellers SodaStream aus Frankfurt, kam echt auf die Idee ein alkoholhaltiges und feinperliges Getränk mit Rieslinggeschmack auf den Markt zu bringen - was erstmal wie ein April-Scherz klang, ist tatsächlich geschehen. Ich habe jetzt eine kleine Flasche "Sparkling Gold" mit 200 Millilitern im Atomlabor stehen und man kann laut Aussage von SodaStream daraus 1,2 Liter prickelnden Genuss sprudeln. WTF!? 

Aber genau sowas habe ich mir vor Jahren schon vorgestellt, denn im alten England hat man es so ähnlich mit dem Gin gemacht. Nein, nicht aufgesprudelt. Aber um Gin zu schmuggeln hat man den reinen Alkohol von Frankreich nach England transportiert und in den Schmugglerhöhlen wieder mit Wasser zum trinkbaren Gin verdünnt. Überträgt man das nun auf das SodaStream Extrakt, dann muss das doch eigentlich auch funktionieren. Weniger schleppen und trotzdem ein leckeres alkoholisches Getränk für festliche Anlässe sprudeln. Doch wird das was?

Der Selbsttest.

Ich stürze mich also in den Wahnsinn und teste es, denn die Frankfurter haben mir eine kleine Flasche mit sage und schreibe 60,0% Vol. (Das ist so viel wie ein ordentlicher Whisky) zukommen lassen. Dieser alkoholhaltige Getränkesirup mit Riesling-Geschmack, hat dann nach erfolgreicher Verdünnung mit SodaStream-Wasser einen Alkoholgehalt von 10,0% Vol. auf 1,2 L. Wenn man mal den Finger darein taucht um nur mal eine Kostprobe zu erhaschen, dann schaudert es einen erstmal - zu viel des Guten - Sirup halt, aber nicht unbedingt süß sondern herb. 

Der erste Blick auf die güldene Flasche geht natürlich auf die Inhaltsangaben.
Als Zutaten verwendet man Ethylalkohol (nennen wir es Weingeist), Wasser, Zucker, Säuerungsmittel Weinsäure, Apfelsäure und Citronensäure, Aroma. Das Aroma hätte man ruhig auch auf die Flasche packen dürfen. Was ist das denn jetzt? 

Wie wird Sparkling Gold jetzt zum Riesling-Ersatz?

Man soll die kleine Flasche Sparkling Gold und das ordentlich aufgesprudelte Wasser für eine Stunde in den Kühlschrank stellen - soweit so klar, ich trinke ja auch keinen warmen Schampus. Das Mischverhältnis soll dann 1:5 sein. Gesagt getan. Mit der kleinen Flasche kann man also gute 12 Gläser fertiges Sparkling Gold Getränk herstellen.

Und, wie es es nun?
Ähm ja, er sieht schon mal ganz anständig aus. Eine leicht goldgelbe Farbe ziert das Sprudelwasser. Es riecht wie Riesling - ich finde ein wenig muffig - Riesling halt.
Meine Lippen bewegen sich zum Glas und ich erfahre noch mal eine Note Citrus in der Nase - interessant. Der erste Schluck erfolgte sogleich. Eine typische pikante, fruchtige Säure liegt auf meiner Zunge - allerdings sehr citruslastig einen Hauch Vanille scheine ich zu riechen. Ich muss vorausschicken dass ich nicht gerade der größte Weißwein-Fan bin, aber auch wenn dieses Aufsprudelgetränk als Vorgabe einen Riesling hat, mir sagt es nicht zu. Es ist für mich wie eine veganer Fleischsalat - kann man machen, schmeckt auch so in der Art, ist aber irgendwie kein Fleischsalat. Ich vermisse den Weintraubengeschmack im Riesling. Also es ist irgendwie für mich kein echter hochwertiger Wein oder Weinersatz. Klar, die Säure ist vorhanden, ein Aroma schwingt mit, aber überzeugen kann es mich persönlich nicht. Schade. 


Martin Plothe, der Marketing Manager bei SodaStream sagt: 
SodaStream steht wie kein anderes Unternehmen für Prickeln im Glas ohne Schleppen. Den Markt für Schaumweine für uns zu erschließen, ist daher nur naheliegend, und Sparkling Gold überzeugt auch geschmacklich.


Mein Fazit:

Ich finde die Idee super, die geschmackliche Umsetzung trifft meinen Geschmack jedoch überhaupt nicht. Auch wenn man durch die individuelle Dosierung des Konzentrats die Möglichkeit hat, sein Getränk genau so zu mischen, wie man es bevorzugt. Meins ist es nicht. 

Eine Innovation ist es, aber aus meiner Sicht das falsche Getränk.


Ich plädiere aber für weitere alkoholhaltige Sirups. 
Wie wäre es mit einem Longdrink. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, das ein Long Island Iced Tea viel besser funktionieren könnte oder gar ein Gin-Fizz. Hier könnte man auch mit bekannten Spirituosenherstellern zusammenarbeiten. Vielleicht liegt das mit dem Riesling und meiner Einschätzung auch wirklich daran, dass ich eher ein Rotweintrinker bin, aber für mich ist Sparkling Gold einfach kein echter Schaumwein-Ersatz. Nun ja, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten und es gibt sicher einige die Sparkling Gold feiern. 
Wie geschrieben, die Idee finde ich super, die Umsetzung eines Sirups um ein alkoholhaltiges Getränk herstellen zu können auch. Also dranbleiben SodaStream, vielleicht wird es ja auch noch was mit uns.

Würdest du es probieren?

Der Ladenpreis des Fertiggetränks liegt übrigens bei 4,99 Euro (UVP).
Das Testsample wurde mir von SodaStream kostenlos bereitgestellt. Danke, weitermachen - denn in der Idee steckt Potential.
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