Erinnert ihr euch noch an den Brick Boy?
Als ich vor einiger Zeit darüber gebloggt habe, wie aus dem offiziellen LEGO Game Boy durch ein cleveres Hardware-Kit eine voll spielbare Handheld-Konsole wurde, war klar:Das Zusammenspiel aus Klemmbausteinen, Modding-Kultur und Retro-Nostalgie hat einen Nerv getroffen.
Das Ding ging ab und wird von vielen mittlerweile gerne aus der Vitrine geholt und gezockt. Ja, das Schweizer Team von Substance Labs landete damit einen absoluten Megahit: 100000 Euro Funding in der allerersten Stunde auf Kickstarter über 1 Million Euro geknackt und mehr als 5.500 begeisterte Backer weltweit. Das ist eine Erfolgeschichte und die wiederholt sich nun wieder.
LEGO PlayStation (Set 72306): Schön für die Vitrine, aber stumm
Mit der offiziellen LEGO PlayStation (72306) hat das dänische Baustein-Imperium für 159,99 € ein echtes Schmuckstück vorgelegt. 1.911 Teile, originalgetreue Proportionen, Controller, Speicherkarte und fantastische Details. Du merkst schnell, für Fans der ersten 32-Bit-Ära von 1994 ist das ein absoluter Pflichtkauf fürs Regal.
Aber seien wir ehrlich:
So eindrucksvoll das Set nach dem Zusammenbau auch auf dem Schreibtisch aussieht, am Ende hat man eben doch ein stummes Deko-Objekt vor sich stehen, welches vollstaubt. Oder man lagert es im Keller ein, weil man auf den Resell in ein paar Jahren spekuliert. Kann man alles machen, ist mir zu öde. Sobald der letzte Stein sitzt, fehlt nämlich dieser eine magische Moment: Den Power-Button drücken und das originale Boot-Geräusch hören.Mein Cinch-Monster kickt da mehr:
Wer meinen Blog liest, weiß, dass ich in Sachen PlayStation ohnehin eine ganz besondere Schwäche habe. Bei mir im Setup ist eine PSX Classic (MINI - modded) steht eine original audio-gemoddete Ur-PlayStation (PSX) der ersten Generation.Warum genau die? Weil diese frühen Baureihen noch die legendären, dedizierten Cinch-Audio-Ausgänge (RCA) direkt auf der Gehäuserückseite verbaut hatten. In Verbindung mit dem erstklassigen internen AKM-DAC (Digital-Analog-Wandler) und ein paar feinen Schaltungs-Modifikationen verwandelt sich die graue Kiste in einen erstaunlich audiophilen High-End CD-Player, der klanglich so manchen sündhaft teuren HiFi-Baustein an der Stereoanlage an die Wand spielt. Dieses warme, analoge Klangbild und das mechanische Klacken beim Einlegen einer CD gebe ich nicht mehr her.
Auftritt BrickStation: 5 Minuten Umbau, voller Retro-Genuss
Genau deshalb brauche ich zwar keine zweite "echte" Konsole für die Anlage... aber die BrickStation von Substance Labs fixt den Nerd in mir auf ganz andere Weise an. Das Prinzip überträgt den Erfolg des Brick Boy auf das neue LEGO PS1-Gehäuse:Plug & Play ohne Lötkolben:
Der Einbau dauert laut Entwicklern gerade einmal 5 Minuten.
100% Reversibel:
Es wird nichts verklebt, gebohrt oder beschädigt. Wer möchte, kann das LEGO-Set jederzeit wieder in den Urzustand zurückbauen.
Volle Funktionalität:
Grüne Power-LED, Gehäuse-Sound, TV-Output für das große Display und Unterstützung für zwei Controller für spontane Co-Op-Sessions.
Memory Card Integration:
Sogar die alten Speicherkarten aus den 90er-Jahren lassen sich in die Schächte stecken und auslesen.
DIY-Kultur trifft Design-Klassiker
Wird die BrickStation meine modifizierte Cinch-PSX an der HiFi-Kette ersetzen?
Natürlich nicht. Für den puren Musikgenuss bleibt das Original absolut ungeschlagen. Aber als funktionierendes Hingucker-Projekt neben dem Mac, als Hommage an die goldene 90er-Jahre-Gaming-Ära und als perfektes Schwesterprojekt zum Brick Boy zeigt die BrickStation einfach wieder, wie lebendig die DIY- und Modding-Community ist. Also die Kickstarter-Kampagne ist gestartet und wer den Brick-Boy-Hype miterlebt hat, weiß, dass man bei den Early-Bird-Angeboten nicht allzu lange fackeln sollte.
Hier geht es bald los:
kickstarter.com/projects/brickboy/brickstation
Transparenz: Bilder KI-generiert nach aktuellem Stand des Produkt

