War of Lights | Kurzfilm von A. Shipwright - Atomlabor Blog | Der Lifestyle Blog

Default Image

Months format

Show More Text

Load More

Related Posts Widget

Article Navigation

Close
  • Home
  • About | Mediakit
  • Kooperationen
  • Impressum | Datenschutz

Atomlabor Blog | Der Lifestyle Blog

  • about
  • gadget
  • albumtipps
  • techniktipps
  • infos
  • _support
  • _content produktion
  • _werben
  • impressum | datenschutz

War of Lights | Kurzfilm von A. Shipwright

animationsfilm film filmkunst kunst kurzfilm   

War of Lights | Kurzfilm von A. Shipwright
Krieg im Weltall | Ein Feuerwerk 

War of Lights von A. Shipwright, drei Minuten, dunkler Raum, Lichtkörper, Bewegung, Einschläge, Stille im Kopf. Und plötzlich sitzt du da und merkst, dass du gerade etwas Schönes angeschaut hast, das eigentlich aus etwas Schrecklichem gebaut ist. Das ist natürlich ein unangenehmer Gedanke, denn Krieg ästhetisch aufzuladen, ist immer gefährlich. Sobald Zerstörung schön aussieht, geht es schnell schief, aber genau an dieser Kante arbeitet der Film sich ab. Nicht platt, nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern eher wie ein kleines kosmisches Gedankenexperiment mit abgefahrenen Bildern. Ich arbeite den Kurzfilm mal kurz auf, ohne die Pointe zu spoilern. Wer mag, kann sich auch vorab den Clip unten anschauen. 


Auf den ersten Blick wirkt War of Lights nämlich wie ein abstraktes Sci-Fi-Feuerwerk. Lichtspuren ziehen durch die Dunkelheit, Körper werden zerstört, Explosionen leuchten beinahe feierlich auf, ein Kampf. Und genau daraus entsteht diese seltsame Spannung, die den Film so stark macht. Die Schönheit die daraus entstand, ist halt nicht unschuldig, sie ist ein Rest, ein Nachglimmen, ein Abdruck der Vergangenheit. Vielleicht sogar das Einzige, was am Ende von der Katastrophe übrig bleibt. Der Film macht daraus dann keine Moralpredigt, sondern lässt uns mit diesem Widerspruch zurück. Am Ende schaut man also hin, weil es schön ist und man bleibt hängen, weil man merkt, dass diese Schönheit ihren Preis hat. 


Das Licht der toten Dinge

Das Licht der toten Dinge

Ich musste beim Anschauen an Sterne denken. An dieses alte Staunen darüber, dass Licht unterwegs sein kann, während seine Quelle vielleicht längst verändert, verglüht oder verschwunden ist. Ganz sauber astronomisch muss man mit solchen Bildern vorsichtig sein, aber als Gedanke sitzt das tief: Wir schauen ins All und sehen nicht einfach Gegenwart. Wir sehen Verzögerung, Erinnerung in Lichtgeschwindigkeit.


Bei War of Lights wirkt der Krieg deshalb nicht nur wie ein Ereignis, sondern wie etwas, das nachleuchtet. Vielleicht sehen wir gar nicht den Moment selbst, sondern sein Echo, vielleicht schauen wir auf Orte, Kulturen oder Planeten, die längst verloren sind, während ihr Licht uns noch erreicht. Das ist zynisch, ja absolut, vielleicht sogar bitter, aber als Bild ist es verdammt stark. Der Film braucht daher keine große Erklärung. Er braucht nur Licht, Dunkelheit, Bewegung. Gerade dadurch bekommt das Ganze Kraft. Der Südkoreaner A. Shipwright vertraut darauf, dass das Publikum die Lücken selbst füllt und das mag ich sehr. Denn genau dort entsteht Kunst oft am besten: nicht im Zentrum, wo alles beleuchtet ist, sondern am Rand, wo man selbst anfangen muss zu denken.


Video: War of Lights von @ashipwright

Credits

War of Lights
Artist Credit: @ashipwright

Direct & Art: A. Shipwright
Executive PD & Edit: RealRock
Sound FX: RealRock

Copyright: ⓒ DoodletmeGO. All rights reserved.

Vielleicht ist das die stärkste Idee dieses Kurzfilms, dass selbst im Schlechten manchmal etwas zurückbleibt, das uns berührt. Nicht, weil das Schlechte dadurch besser wird, sondern weil unser Blick darauf manchmal etwas entdeckt, das nicht ganz verschwinden will.

Schön ist das nicht im einfachen Sinn, aber es leuchtet.

via TheAwesomer
Atomlabor

kurzfilm


Support

ATOMLABOR SUPPORT

Unterstütze mich mit

deinen Amazon-Einkäufen

Ohne Mehrkosten für dich!

Jetzt shoppen
< UberBlogr Webring >

Kunst & Kultur

Erhalte neue Blogupdates per Mail:

Zufälliger Beitrag

© Atomlabor 2026.
Danke fürs Lesen.

  • Facebook
  • Pinterest
  • Instagram
  • Feed
  • Impressum
hat den Beitrag geschrieben.

Atomlabor ist der Blog von Jens Mahnke

Netzaktiv seit 1997. Blogger seit 2007.


Transparenz: Dieser Artikel enthält Partnerlinks | Bei Käufen erhalte ich eine kleine Provision ohne Mehrkosten für Dich.
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Alternativ kannst Du mir einen virtuellen Kaffee spendieren ☕

Protected by Copyscape


Kaffee-Icon
Hat dir der Beitrag gefallen?
Hat er dich weitergebracht?
Hat er dich unterhalten?

Dann unterstütz meine Arbeit doch heute mit einem Kaffee.
☕ Kaffee spendieren