World Flight Sim im Browser | Einfach abheben ohne Setup
Bleiben wir doch mal einfach oben, wie beim letzten Blogbeitrag. Also, du sitzt im Flugzeug, schaust aus dem Fenster und irgendwo zwischen Wolkenkante und Stadtrand kommt dieser Gedanke bei dir auf: So würde ich die Welt gern öfter sehen. Also, nicht nur auf dem Weg in den Urlaub, sondern einfach zwischendurch, wenn der Kopf voll ist oder die Neugier kickt. Und dann sitzt man wieder am Rechner und merkt schnell, dass genau dieses Gefühl normalerweise mit ziemlich viel Aufwand verbunden ist, also Downloads, die dauern, Hardware, die mithalten muss, und am Ende ein Setup, das eher nach Arbeit klingt als nach Spaß. Ich hab darauf keine Lust und du sicher auch nicht.
Genau hier setzt World Flight Sim an. Du öffnest einfach einen Tab, wartest einen Moment und plötzlich bist du in der Luft, über echten Straßen, echten Häusern, echten Orten. Alles von Google Maps in 3D. Keine Installation, kein Einstiegshickhack. Einfach losfliegen und Spaß haben. Die Cessna 172 oder wahlweise die Cirrus SR22 sind deine Freunde.
Die Welt als Spielfeld im Browser
Das Spannende ist nicht nur, dass es so gut funktioniert, sondern auch, wie es funktioniert. Die Grundlage bildet wie oben erwähnt das 3D-Material von Google Maps. Also keine flachen Karten mehr, sondern echte Modelle von Städten, Landschaften und Wahrzeichen, so wie sie halt aussehen. Das begeistert schon sehr, wenn man nicht aus der Ecke von Profi-Flugsimulatoren kommt.
Du suchst dir einfach einen Ort aus, vielleicht deine eigene Straße, vielleicht irgendeinen Spot, der dir im Kopf rumspukt, und dann nur noch ein Klick und du sitzt im Cockpit genau darüber. Die Welt wird gestreamt, während du fliegst. Das fühlt sich weniger nach Spiel an und mehr wie ein Fenster nach draußen und wird durch die Geräuschkulisse trotzdem total immersiv.
Es ist sicher nicht perfekt, und genau das macht es doch interessant. Manche Gebäude wirken noch roh, manche Kanten sind unrund, doch genau in diesen Momenten merkst du, dass du gerade etwas erlebst, das vor ein paar Jahren so nicht möglich gewesen wäre, denn das Projekt wurde u.a. mit starker Unterstützung durch KI-Coding (Vibecoding mit Claude) umgesetzt, aber dazu komme ich jetzt genauer.
Ein Projekt, das eigentlich nicht funktionieren dürfte
Die Entstehungsgeschichte hat so einen leicht schrägen Charme. Der erste Prototyp lief über Manhattan und war komplett verdreht, Flugzeug schief, Steuerung falsch, eigentlich alles kaputt. Und trotzdem hatte der Entwickler schon ein Gefühl dafür, dass das was werden könnte. Fernando Amaral ist Informatikingenieur, begeisterter Gamer und hat sich nicht hingesetzt und ein klassisches Studio aufgebaut. Stattdessen hat er als Sparringspartner mit KI gearbeitet, also Tools, die Code generieren, Logik vorschlagen und beim Iterieren helfen. Die Idee bleibt somit menschlich, die Umsetzung wird beschleunigt, die KI als Tool geführt.
Das Ergebnis ist natürlich kein Hochglanzprodukt im klassischen Sinn, aber es ist ein funktionierender Gedanke. Ich liebe KI dafür.
Wenn du World Flight Sim startest, bekommst du jetzt kein überladenes Menü, du landest direkt in der Welt. Suchfeld, Startpunkt, los geht’s. Du kannst einfach fliegen, so ohne Ziel, ohne Mission... Open World (reale Welt, aus der Perspektive von Google), nur du und die Landschaft unter dir. Das kann dann überraschend meditativ sein, gerade wenn du über Orte fliegst, die du kennst. Dann gibt es noch ein Spielmodi, der das Ganze ein bisschen auflockert, fliegen durch Checkpoints, kleine Karrierepfade, bei denen du dich vom Anfänger hocharbeitest, und einen Fotomodus, der fast schon wie ein Spiel im Spiel wirkt, und das sind auch die Screenshots hier im Blogbeitrag.
Zwei Flugzeuge stehen aktuell bereit. Eine klassische Trainingsmaschine und ein etwas schnelleres Modell. Mehr brauchst du im Grunde nicht, um das Prinzip zu verstehen. Es geht nicht um Vielfalt, sondern um das Gefühl.
Kein Ersatz für große Flugsimulatoren, trotzdem heißer Shice
Wer sich tief in Flugsimulation verliert, wird hier nicht alles finden, was er sucht, denn es gibt keine komplexen Systeme, keine ultradetaillierten Cockpits, keine stundenlangen Flugpläne. Aber vielleicht ist genau das der Punkt, wo World Flight Sim total interessant wird, denn es will nicht alles sein.
Es will einfach zugänglich sein.
Frei nach dem Motto:
Du hast ein paar Minuten Zeit, klickst auf einen Link und bist in der Luft, einfach auf die Schnelle, ohne Verpflichtung, ohne Vorbereitung. Das ist eine andere Art von Erlebnis.
Was aus diesem Projekt wird, ist schwer zu sagen. Die Technik dahinter entwickelt sich rasant, die Möglichkeiten wachsen. Gleichzeitig lebt das Ganze gerade von seiner Einfachheit, wie ich finde. Vielleicht bleibt es einfach genau so spannend, weil es eben nicht perfekt ist.
Wenn du es ausprobieren willst, geh einfach rein und flieg los.
Such dir einen Ort, der dir etwas bedeutet, und schau ihn dir von oben an.
Der Moment, in dem du dein eigenes Haus erkennst, hat schon etwas Besonderes.
Ich bin auf jeden Fall begeister, was Fernando Amaral da umgesetzt hat.

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