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Sinnieren Teil XLVII | Game Over für falsche Ideale

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Game Over für falsche Ideale
Was, wenn du dein Traumleben tatsächlich schon lebst und dir die Gründe dafür noch gar nicht bewusst sind?
 

Es fängt früh an, wahrscheinlich schon im Kindergarten. Du sitzt irgendwo auf dem Spielteppich und bist dir ziemlich sicher, wie dein Leben später aussehen wird. Du wirst ein Astronaut oder ein Rockstar, halt irgendwas Großes. Irgendwas, das nach Applaus klingt.

Wenn man ehrlich ist, sind das selten eigene Ideen, es sind Geschichten, die wir einfach übernehmen.  Entnommen aus Geschichten, Filmen, aus Büchern, aus diesem gemeinsamen Empfinden, dass ein Leben nur dann wirklich zählt, wenn es auffällt, also laut ist und besonders. Wie der Prinz im Märchen, der als Held die Prinzessin heiratet und glücklich und zufrieden bis ans Ende seiner Tage lebt … du kennst das. 


Und dann kommt das Leben dazwischen.
Das ist selten eine dramatische Kehrtwende, bei der man bewusst den großen Traum an den Nagel hängt, sondern eher ein schleichender Prozess. Es sind Rechnungen, die auf den Tisch flattern, Beziehungen, in die man investiert, Momente der Erschöpfung und hunderte kleiner Weichenstellungen. Eben all das, was null nach großer Show klingt, sondern schlichtweg nach echtem Alltag. Von außen betrachtet, und oft genug auch in unserem eigenen Kopf, fühlt sich das schnell nach Rückschritt an. Als wäre man der Verlierer im eigenen Game, der irgendwo falsch abgebogen ist und nun im falschen Level festhängt. Es wirkt, als hätte man irgendwann leise resigniert und einfach akzeptiert, dass man sich nun mit weniger zufriedengeben muss.


Ich glaube, genau da liegt unser Denkfehler.

Der Moment, in dem die geliehenen Träume leiser werden, ist die Selbstfindung. Der Moment, in dem die geliehenen Träume leiser werden, ist die Selbstfindung.

Vieles, was wir als Scheitern empfinden, ist in Wirklichkeit etwas ganz anderes, eher eine Art Filterprozess. Große, glänzende Ideen können oft nicht bestehen, wenn sie mit echten Erfahrungen konfrontiert werden. Illusionen. Ehrlich gesagt, das ist keine Niederlage, sondern eine Klärung. Willkommen in der echten Welt.



Wenn all der Lärm weg ist, kommen nämlich plötzlich andere Dinge zum Vorschein. Weniger hektisch, ehrlicher und nicht unbedingt spektakulär, dafür aber erstaunlich stabil: wie Nähe anstelle von Applaus und Sicherheit anstelle von Dauerabenteuer. Ein ungeteiltes Gefühl von Ankommen, das man nicht posten muss, obwohl der Wunsch, dass alle es mitbekommen, dennoch irgendwie latent vorhanden ist.

Natürlich, das klingt zunächst wirklich nicht besonders, aber genau das ist wahrscheinlich der Punkt, den viele übersehen. Und ja, es ist kein Wunder, denn es wird uns täglich durch die Medien vorgelebt … Aber das ist keine Realität, es ist Fake und je älter man wird, umso mehr wird es einem bewusst. Das reale Leben muss kein Hochglanz sein.



Game Over für falsche Ideale

Schau doch mal genauer hin und stelle fest, dass hinter großen Träumen oft eine ganz andere Realität steckt.

Diese frühen Fantasien von Reichtum, Reisen, Ausnahmeleben, die haben natürlich einen Kern. Aber es ging nie wirklich nur um Privatjets oder ausverkaufte Hallen, es ging darum, gesehen zu werden, sich sicher zu fühlen, eine Form von Würde zu haben. Und ab und zu dieses kleine Staunen zu spüren, wenn etwas einfach passt. Und jetzt kommt der Teil, der erstmal kontraintuitiv wirkt:

Genau das kann ein ziemlich normales Leben ziemlich gut liefern. Really? Ja. 


Arbeit, Wohnung, eventuell ein Haus, Gewohnheiten. Dann noch ein paar Leute, die bleiben. Es mag kein Dauerfeuer an Highlights sein, aber es hat genug Substanz, um sich zu tragen. Und wenn alles um dich herum wie ein permanentes Spektakel aussieht, fühlt sich das schnell nach einem Kompromiss an. Ich kann dich aber beruhigen, es ist oft nicht das, sondern eher ein anderes Level, das weniger blinkt, aber dafür länger hält. 


Viele denken tatsächlich noch, es gehe darum, den maximalen Highscore rauszuholen, noch mehr Erlebnisse, noch mehr Adrenalin. Mehr von allem. Aber wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist, spielen die meisten ja ein ganz anderes Spiel. Eher so ein Setup-Game. Man versucht, sich ein System zu bauen, das funktioniert, eins, das dich nicht permanent überfordert, eins, das auch an schlechten Tagen noch trägt. Und die Menschen, die ihr Leben ruhig und verlässlich aufbauen, sind mitnichten gescheiterte Abenteurer. Oft sind das genau die, die verstanden haben, wie sie spielen wollen, und die dann konsequent danach ihr Setup gebaut haben. Jetzt muss ich gestehen, ich habe mich lange treiben lassen, mal hierhin, mal dorthin, keine direkten Ziele und Visionen, aber genau das war mein Weg und ich habe mich darin gefunden. Irgendwie ist man dadurch nämlich offen für neue Abenteuer und ich lernte daraus, dass, wenn eine Türe sich schließt, eine neue sich schnell öffnet. 


Wo es kippt

Klar, es gibt natürlich auch die andere Seite der Medaille, Menschen, die aus lauter Angst ein kleines Leben führen. Sie wagen es einfach nie, wirklich etwas zu versuchen, das sie selbst ausmacht, stecken fest in einem Alltag, der sich ständig nicht richtig anfühlt. Das darf man ganz klar nicht beschönigen.


Aber mal ehrlich: Das ist meistens nicht die Regel. Viel öfter läuft etwas ganz anderes, viel stilleres ab: Wir überschätzen das ungelebte Leben, also all die Möglichkeiten, die wir nie ergriffen haben, erscheinen uns im Kopf auf einmal als die viel bessere Version dessen, wer wir sein könnten. Man denkt dann: "Ach, hätte ich doch nur …" Und dabei vergessen wir völlig, was unser echtes Leben eigentlich alles über uns erzählt.



Dein echtes Ich zeigt sich nicht in deinen Ideen, sondern in deinen Entscheidungen.

Dein echtes Ich zeigt sich nicht in deinen Ideen, sondern in deinen Entscheidungen.

Wenn man es dann runterbricht, ist es ziemlich simpel: Das, was du immer wieder wählst, ist nicht Zufall. Wofür du Zeit opferst, wofür du Energie übrig hast, welche Menschen du hältst und welche du gehen lässt. Das sind echte Entscheidungen, die dein Leben prägen. 


Darin steckt mehr Wahrheit als in jeder Version von dir, die nur in deinem Kopf existiert.


Älterwerden fühlt sich vielleicht wie ein Abschied von Möglichkeiten an, von Versionen, von diesem offenen „Alles ist drin“-Gefühl. Doch vielleicht ist es eher ein Freilege, so Schicht für Schicht, bis das übrig bleibt, was wirklich Substanz hat.


Es klingt vielleicht ein bisschen verrückt, ist aber so:
Gut möglich, dass du deine echten Träume schon längst lebst, ohne es wirklich wahrzunehmen. Sie sehen vielleicht gar nicht so aus, wie du sie dir damals mit zwölf Jahren vorgestellt hast. Vielleicht fehlt dir dabei die ganz große Erzählung, der dramatische Vorhang, die imposante Bühne, die du dir ausgemalt hast. Stattdessen findest du sie vielleicht eher in einem ruhigen Zuhause oder einer Arbeit, die sich für dich einfach stimmig anfühlt. Im besten Fall sind es Menschen, die dir wichtig sind und bei denen du dich nicht verstellen musst, sondern einfach sein kannst, wie du bist. Es mag sein, dass dir das auf den ersten Blick nicht ganz perfekt vorkommt, aber genau das ist oft das Echte. Ich für meinen Teil habe verstanden, dass ich mich auf einer privilegierten Gewinnerstraße befinde.


Vielleicht ist die eigentlich entscheidende Frage gar nicht, ob du deine früheren Träume erreicht hast, sondern ob du überhaupt mitbekommst, was dir dein Leben schon ewig über deine wahren Träume erzählen will.


Musste ich nur mal wieder loswerden und dabei nicht vergessen:

Marty McFly told me the Future will be Great.

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Atomlabor ist der Blog von Jens Mahnke

Netzaktiv seit 1997. Blogger seit 2007.


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