Bentley bloggt | Teil 2 🐶 | EINE FRANZÖSISCHE BULLDOGGE LEBT SICH IM ATOMLABOR EIN - Atomlabor Blog | Dein Lifestyle Blog

Bentley bloggt | Teil 2 🐶 | EINE FRANZÖSISCHE BULLDOGGE LEBT SICH IM ATOMLABOR EIN

Eine französische Bulldogge namens Bentley steht vor seiner Transportbox auf einem Holzboden hinter dem Hund liegt Hundespielzeug

Wuff... bzw. "Hallo", 

ich bin nun schon seit fünf Wochen bei meinen neuen Menschen und ich muss sagen, ich habe mich wirklich gut eingelebt. Ich habe schon unglaublich viel erlebt. Nicht alles hat Spaß gemacht, denn es sind auch ein paar Probleme aufgetreten, aber ich finde ich schlage mich ganz tapfer.

Was war los?


1. Das Futterproblem

In der ersten Woche wollte es bei mir mit dem Fressen nicht so klappen. Ich hatte zwar schnell raus, wo ich den Napf finde und er wurde auch dreimal am Tag gefüllt, aber es hat mir einfach nicht geschmeckt... Zwar war es das gleiche Futter, das ich auch schon bei der Züchterin bekam, aber ich habe es hier einfach nicht runter gekriegt. Manchmal hat mich meine neue Mama gefüttert. Aus der Hand hat's irgendwie besser geschmeckt. Aber meine Menschen meinten ich solle mich nicht daran gewöhnen und es sei noch kein Hund vor dem vollen Napf verhungert und haben das mit dem Füttern aus der Hand schnell wieder sein gelassen. Sie haben versucht mir das Trockenfutter so zu geben oder eingeweicht in Wasser, aber es machte nicht wirklich einen Unterschied. Hab den Napf einfach nicht aufgekriegt.
Dann bekam ich auch noch Durchfall, das hat meinen Appetit auch nicht wirklich angeregt. Meine Menschen machten sich wirklich schreckliche Sorgen, warum ich so wenig aß. Und dann hatten sie eine super Idee: Sie haben das Trockenfutter mit Dosenfutter vermischt. Boah, ihr glaubt gar nicht wie gut das allein gerochen hat! Ruck zuck hatte ich den Napf aufgegessen, worüber sich meine Menschen sehr gefreut haben.
Nach einer weiteren Woche haben sie mir immer weniger Dosenfutter mit reingemischt und jetzt fresse ich nur noch Trockenfutter, und das ist immer ratz-fatz weg. Irgendwie schmeckt es jetzt richtig gut!!


2. Stubenreinheit

Wie ihr wisst, war ich beim Einzug in mein neues Zuhause gerade mal 9 Wochen alt und da hat das mit der Stubenreinheit noch nicht so gut geklappt.
Also ich wusste schon, dass ich meine Geschäfte draußen in den Garten machen soll, aber das hat nicht immer geklappt. Wenn meine Menschen mich rausgelassen haben, habe ich meistens auch gemacht (was von ihnen immer ausführlich gelobt wurde...). Im Haus habe ich aber entweder zu spät gemerkt, dass ich musste oder einfach nicht gewusst, wie ich es meinen Menschen mitteilen kann. (Selbst auf Fiepen haben die nicht reagiert...)
Mittlerweile haben wir das aber besser im Griff. Wenn ich mich vor die Gartentür oder auf die Fußmatte setze, dann öffnen sie mir die Tür und ich kann rechtzeitig raus. Ich muss jetzt auch gar nicht mehr so oft, naja, bin ja jetzt auch schon 14 Wochen alt.
Nachts bin ich alleine (dazu später mehr) und deswegen schließen mich meine Menschen in eine Box ein, damit ich nicht ins Haus mache. Aber da schlafe ich eh und wenn Herrchen oder Frauchen morgens aufstehen, darf ich als erstes raus in den Garten.
Letzte Woche wollten sie mal probieren, ob ich auch nachts schon stubenrein bin und haben meine Box nicht zugemacht... Naja sagen wir mal so: ich habe kein Pipi in die Wohnung gemacht. Das ist doch schon super, oder?
Meine neue Mama hat morgens meine "Geschenke" gefunden... gefreut hat sie sich nicht, aber sie hat auch nicht geschimpft. Was soll ich auch machen... das musste raus. Seitdem war die Tür nachts wieder zu. Aber ich schaff das. Sie haben mir ja auch eine neue Chance gegeben und die habe ich bisher mit Bravour gemeistert. 




3. Schlafen

Beim letzten Mal habe ich euch ja erzählt, dass ich nachts im Schlafzimmer der Erwachsenen schlafen durfte, das darf ich nun nicht mehr. :-(
In der ersten Woche habe ich noch im Schlafzimmer geschlafen, aber meine Menschen waren damit nicht glücklich. Sie meinten ich würde stinken oder zumindest meine Decke (ihr wisst schon, die, die so herrlich nach Mama roch!). Sie haben mir dann nachts eine andere Decke gegeben. Das hat für sie besser gerochen und für mich war es ok, gemütlich war es trotzdem.
Aber sie waren immer noch nicht zufrieden, jetzt war es dann angeblich die Box, die gestunken hat oder doch ich?? Keine Ahnung, auf jeden Fall wurde ich in der zweiten Woche aus dem Schlafzimmer verbannt. Meine Box stand dann fortan im Flur, direkt neben der Schlafzimmertür. Die Tür haben sie offen gelassen, damit sie mich hören könnten, falls ich nachts mal rausmüsste. Aber das kam nur ein- oder zweimal vor.
Mir war egal, wo die Box steht, Hauptsache ich kann in Ruhe schlafen. Zzzzz....
Meistens hatte ich schon geschlafen, als die Box noch im Wohnzimmer stand (sie wurde immer erst abends hochgebracht) und meine Menschen haben mich doch echt jeden Abend geweckt, aus der Box geholt, die Box nach oben getragen und dann mich nach oben gebracht. Das hat schon ziemlich genervt.
Seit zwei Wochen darf ich einfach weiter im Wohnzimmer schlafen und meine Menschen gehen alleine nach oben. Das ist für uns alle besser.
Zunächst haben sie dann noch die Wohnzimmer- und Schlafzimmertüren offen gelassen, um mich zu hören, aber wie ich ja oben schon erwähnt habe, muss ich nachts gar nicht mehr raus, deswegen sind die Türen jetzt immer zu.
Ja, ich bin schon ein richtig großer Hund geworden! Ich schlafe nachts ganz alleine und die ganze Nacht durch, super, ne?


4. Alleine bleiben

Den ganzen Tag über, ist bei uns mächtig was los. Dauernd kommt jemand rein oder geht raus. Da habe ich mir von Anfang an angewöhnt lieber ganz entspannt im Körbchen liegen zu bleiben. Ich habe nämlich festgestellt, dass meine Menschen immer wieder zu mir zurück kommen. Mal sind sie nur kurz weg, manchmal sind sie in der oberen Etage (dann sehe ich sie nicht, aber höre, dass sie da sind) und ab und zu sind sie auch mal länger weg, aber sie kommen immer zurück. Das ist ein ziemlich beruhigendes Gefühl.
Meine Menschen haben eine Übung mit mir gemacht, die nennen sie "alleine bleiben", ich nenne sie "Schlafenszeit". Wenn sie das Haus für länger verlassen wollen, dann werde ich in meine Box gebracht und die Tür geschlossen. Am Anfang fand ich das doof, weil ich doch wissen wollte, wo sie hingehen, aber dann hab ich gemerkt, dass ich auch ganz schön müde bin (liegt wahrscheinlich daran, dass ich vorher ganz viel im Garten toben durfte). Also habe ich die Zeit einfach genutzt und ein gemütliches Schläfchen gemacht. Dann vergeht die Zeit auch viel schneller bis Herrchen oder Frauchen wieder da sind.
Am Anfang waren es auch nur ein paar Minuten, aber mittlerweile kann ich auch schon drei Stunden alleine bleiben. Das kommt aber nur gaaanz selten vor, wenn meine Menschen beide zur selben Zeit arbeiten müssen.
Zur Zeit üben wir, dass ich, wenn ich tagsüber alleine bleiben muss, nicht mehr eingesperrt werde. Das gefällt mir auch viel besser, dann kann ich mich auch mal in mein Körbchen legen oder spielen. Bisher sind meine Menschen auch sehr zufrieden mit mir, ich habe nämlich noch nie was kaputt gemacht oder mein Geschäft ins Haus gemacht.


5. Gesundheit

Wie ich ja schon erwähnt habe, hatte ich in der ersten Woche erstmal Durchfall. Das hielt aber zum Glück nur zwei Tage an. Seit das mit dem Futter besser klappt, habe ich keine Magen-Darm-Probleme mehr.
In der dritten Woche bekam ich dann Schnupfen. Das war vielleicht nervig, dauernd lief meine Nase und ich musste schniefen, damit ich Luft bekam. Da war ich auch sehr müde. Nach zwei oder drei Tagen, wo es einfach nicht besser wurde, ist mein Frauchen mit mir zum Tierarzt gefahren. Der hat mir dann zwei Spritzen und Medizin für in mein Futter gegeben. Das hat mir zwar schnell geholfen, trotzdem war mein Frauchen ganz schön sauer und hat gesagt, dass wir zu dem Arzt nicht mehr gehen werden. Warum? Nun, der Arzt hatte nichts besseres zu tun, als zu behaupten ich sei eine Qualzucht und man sollte die Zucht verbieten. Das verstehe ich gar nicht, wieso fand der mich nicht süß??
Als mein Schnupfen dann besser war, musste ich wieder zum Arzt, um geimpft zu werden. Die neue Tierärztin ist super! Die habe ich direkt um den Finger gewickelt... Die hat mich sogar dafür gelobt, dass ich auf dem Tisch stand und Frolic hab ich auch gekriegt. Da gehe ich jetzt öfter hin.
Nach der Impfung war ich ziemlich müde und am nächsten Tag, wurde mir son Zeug aufs Fell getropft, das soll gegen Zecken helfen. Naja, groß gestört hat es mich nicht.
Aber ein paar Tage später fing es an, mich überall zu jucken, erst an den Ohren. Da habe ich dann so lange gekratzt, dass es sogar geblutet hat. Später ging es dann am Bauch los. Da hatte ich dann ganz dicke Beulen und Krusten vom Kratzen. Leider musste ich dann bis montags warten, bis ich wieder zu der netten Ärztin durfte. Die sagte es seien Milben, wahrscheinlich Grasmilben, die waren auch zwischen meinen Zehen. Ich bekam wieder was aufs Fell getropft und meine Kratzstellen mussten desinfiziert und eingecremt werden. Also gegen das Eincremen am Bauch habe ich ja grundsätzlich nichts, aber dass meine Menschen mich dafür auf den Rücken drehen und festhalten müssen, finde ich gar nicht witzig. Und dann wird jeder einzelne Zeh abgerieben, das nervt so.
Aber ich muss zugeben, dass das Jucken aufgehört hat und meine Ohren und der Bauch fast wieder verheilt sind. Ich hoffe, dass ich jetzt erstmal Ruhe hab.


6. Hundeschule

Seit vier Wochen gehe ich jetzt schon in die Hundeschule. Der erste Tag hat mir noch nicht so gut gefallen: Da hat es in Strömen geregnet (was ja eigentlich ein Grund wäre zu Hause zu bleiben, aber aus irgendeinem Grund fanden meine Menschen es witzig sich auf ne matschige Wiese zu stellen und sich vollregnen zu lassen...) und die anderen Hunde waren mir alle zu wild.
Ich sollte da erst mit denen spielen, um mich an alles zu gewöhnen, aber das war mir nicht ganz geheuer. Die anderen Hunde sind schon sooo groß, angeblich sind das auch Welpen, aber wenn die über mich drüber rennen, habe ich keine Chance. Ich habe mich dann in den Kriechtunnel verzogen und gewartet, bis die Spielzeit vorbei war. Danach ging es auf die Trainingswiese, da sollten wir über eine Brücke balancieren. Das sah so spannend aus, dass ich direkt starten wollte, aber die Trainerin meinte es sollte erstmal einer der größeren vormachen. Voll gemein. Ich habe mich dann aber als zweites dran gewagt. Einmal rauf, drüber balancieren und auf der anderen Seite runter, war voll einfach! Und zur Belohnung gab es Leckerchen. Gefällt mir!
Nach der Übungszeit war dann wieder Spielen angesagt, aber da war ich schon müde und es regnete immer noch, also habe ich mich unter einem Busch versteckt und gewartet, bis meine Menschen mich ins Auto und anschließend wieder nach Hause gebracht haben. Puh, dann musste ich mich erst mal ausruhen.
Mittlerweile bin ich schon fast ein Profi in der Welpenschule. Das Spielen mit den Großen macht jetzt richtig viel Spaß, vor allem weil seit zwei Wochen ein Hund in meiner Größe dabei ist - Emma. Mit Emma kann man super toben, sie hat so langes Fell, in das kann man wunderbar reinbeißen. Aber auch bei den anderen Hunden (hauptsächlich Retriever und Labis) traue ich mich jetzt schon mehr.
Ich habe auch schon einiges in der Schule gelernt: ich kann schon "Sitz" und "bei Fuß" gehen, ich bleibe auf einer Decke liegen, wenn man es mir sagt (zumindest meistens) und zur Zeit übe ich "Platz". Meine Menschen sind auch schon ganz zufrieden mit mir.




7. Futtersäckchen

Seit fast zwei Wochen übe ich jetzt schon mit dem Futtersäckchen. Am Anfang habe ich nicht verstanden, was ich damit machen soll, aber es roch so lecker, dass ich direkt hinterher gelaufen bin. Mein Frauchen hat mir dann gezeigt, dass sie Futter rausholt und es mir gibt, wenn ich das Säckchen zu ihr bringe.
Dann wirft sie es wieder und ich darf es holen. Das macht so viel Spaß!
Manchmal muss ich mich hinsetzen und wenn das Säckchen geworfen wird, darf ich nicht direkt hinterher. Dann warte ich und schaue ganz genau auf meine Menschen, damit ich den Moment nicht verpasse, wenn sie mich dann losschicken. Wenn sie dann endlich "Dann hol's!" rufen, flitze ich los. Wenn ich angekommen bin, werde ich schon gelobt, dass ich das Säckchen gefunden habe, und wenn ich's zurückbringe, freuen sich meine Menschen immer sehr und ich darf endlich Futter aus dem Säckchen haben.
Ich liebe es, wenn meine Menschen mit mir mit dem Säckchen spielen.
Wenn wir spazieren gehen, nehmen meine Menschen das Futterdummy auch mit. Wenn ich dann brav bei Fuß gehe, werde ich auch mit Futter belohnt. Seitdem lasse ich sie nicht mehr aus den Augen.
Der einzige Nachteil ist, dass ich nun das Futter nicht mehr im Napf bekomme. Ich kann also nicht einfach zum Napf gehen und mich satt essen, sondern ich muss dafür arbeiten. Aber ich bin ja ein cleverer Hund und lerne schnell, deshalb lässt die Belohnung nie lange auf sich warten.

So, jetzt habe ich euch erstmal genug erzählt. Bis demnächst. 


Bentley bloggt | Teil 2 🐶  | EINE FRANZÖSISCHE BULLDOGGE LEBT SICH IM ATOMLABOR EIN

Teile den Beitrag gerne mit deinen Freunden und Kollegen.

Supporte mich monatlich mit einem kleinen Beitrag, damit ich auch in Zukunft weitere coole Projekte umsetzen kann. Bloggen benötigt Zeit, Geduld, Recherche und natürlich auch Geld. Da Werbeeinnahmen aktuell immer weniger werden, benötige ich Support von dir als Leser.

Drücke einfach auf das Atomlabor Logo auf der rechten Seite unter [Unterstützen!] und mach´ mit.

Keine Kommentare