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Dinge passieren...

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Dinge passieren... aber warum immer uns?
Dinge passieren...

aber warum immer uns? 


Das Gefühl vom Pech verfolgt zu sein, ist kein kosmisches Gesetz. Es ist das faszinierende Zusammenspiel von vier kognitiven Verzerrungen in unserem Gehirn.

1. Negativitätsbias

Unser Gehirn speichert negative Erlebnisse intensiver ab als positive, um uns evolutionär vor potenziellen Gefahren zu schützen.

2. Bestätigungsfehler

Glauben wir einmal, "Pechvögel" zu sein, filtert unser Gehirn gezielt alle Ereignisse heraus, die dies beweisen. Positives wird ausgeblendet.

3. Externer Locus of Control

Die Überzeugung, dass das eigene Leben vor allem durch Schicksal oder Zufall gesteuert wird. Das Resultat: Man fühlt sich machtlos.

4. Erlernte Hilflosigkeit

Die unbewusste Resignation. Man fragt nur noch „Warum ich?“ anstatt lösungsorientiert zu handeln und zu fragen: „Was kann ich tun?“.

Der psychologische Ausweg: Erkenne das Muster und wechsle den Fokus von der reinen Problemsuche hin zur eigenen Selbstwirksamkeit. Du bist nicht das Opfer des Zufalls.


Okay, okay.. Dinge passieren und auch anderen. 
Nein, man muss nicht abergläubisch sein oder an Karma glauben - kann man aber.
Ich für meinen Teil bin da eher Realist und glaube weniger an Zufall und Karma, aber ab und an ist man doch irritiert.

Diesmal ist es wieder an diesem Punkt.
Diesmal frage ich mich, warum der Teufel immer auf den dicksten Haufen scheißen muss. Ich bitte meine Wortwahl zu entschuldigen, aber ich bin genervt.

Genervt davon, dass unmittelbar nach unserem Urlaub, der auch schon, obwohl teuer, eher mittelmäßig war, direkt sowohl der Wäschetrockner als auch die Waschmaschine ihren Geist aufgeben mussten. Wie passend, wenn man Unmengen an Familienwäsche hat, die mal schnell durchgejagt werden soll. 

Tatsächlich waren es zwei unterschiedliche durchaus renommierte Marken, aber innerhalb von einer Woche haben sie endgültig entschieden ihren Dienst zu quittieren. Nun, ich schicke voraus, sie waren jetzt auch schon alt. Den Trockner habe ich noch vor zwei Jahren mit einem neuen Riemen versehen und diesmal gab es einen Lichtbogen durch ein Relais auf der Steuerplatine (ein Bauteil im Nachkauf für 2,59€). Hey, wir haben ein neues Relais gekauft und es einlöten lassen... leider war das scheinbar nicht der einzige Fehler, denn die Maschine mag nicht mehr starten. Frustig. Tja, was soll ich schreiben... dann muss jetzt echt was neues her, so wie unsere neue Waschmaschine, da die Halterung der alten Trommel höchstwahrscheinlich gebrochen war, so wie es sich anhörte. Ich bin grundsätzlich immer erstmal für Selfrepair zu haben, alleine schon wegen Nachhaltigkeit und weil ich es mir zutraue. In diesem Fall war es im Gegensatz zur Spülmaschine (sie läuft noch) leider ein Satz mit X. Nun, nach dem Urlaub geht das in der Tat ein bisschen ins Geld. Ärgerlich.



Aber es kommt ja noch besser.

Wir fuhren jetzt 5 Jahre ein wirklich sehr gutes Auto und haben jetzt auf ein neueres Modell der selben Marke, mit für uns angepasster Ausstattung, gewechselt. Das "alte" Fahrzeug wurde vom Autohaus abgekauft und die Ablösesumme unserer Finanzierung übernommen, die Differenz direkt als Anzahlung für den neuen Wagen genutzt.

Soweit so gut. Gibt Menschen die leasen, wir finanzieren.
Doch diesmal hat das Autohaus gepatzt und der Kreditbank die Ablösesumme, trotz großem Vorlauf, nicht rechtzeitig überwiesen. Weißt du was das bedeutet? Es bedeutet, die Bank zieht dann per Lastschrift das restliche ihr zustehende Geld von deinem Konto ein, auch wenn das Fahrzeug schon längst an das Autohaus verkauft wurde. Bääämm... und siehe da, alles wird noch unlustiger. Jetzt muss man seinem Geld hinterherrennen. 



Der Urlaub, die Waschmaschine, der "alte" Wagen, biegen das Konto mal eben ordentlich nach unten und der neue Wäschetrockner wartet schließlich und noch mehr ist in der Pipeline, da Geburtstage anstehen, Konfirmation usw... Und ja, I know, es sind absolute Luxusprobleme. Aber es sind dann doch irgendwie Probleme. Warum ich das aufschreibe? Nun, sicher nicht um Mitleid zu erhalten, denn ich bin mir unserer guten Situation bewusst, aber ich muss ein Ventil für meinen Frust finden. Hier und jetzt, denn auch dafür ist mein Blog seit nahezu 20 Jahren da. 



Das sind halt tatsächlich die Momente, wo man reflektiert wie schön es ist, wenn alles glatt läuft, wenn man demütig darüber sinniert, wie gut es einem geht - aber in diesen Momenten nimmt man es selten war. Und hey, es geht ja hier nur um Geld, also entspannt bleiben. Natürlich wird das alles irgendwie wieder schnell umzubiegen sein und mir ist klar, dass eine Waschmaschine nach 13 Jahren "Dauerlauf" auch einfach die Grätsche machen darf. Aber ich bin doch immer wieder überrascht, wie dann doch alles auf einmal passiert. Lustige Herausforderungen für den Alltag, damit es auf keinen Fall langweilig wird, oder?


Tja, Dinge passieren... wie eine Tomate im Mixer. Aber Ende gut, alles gut. Catch Up.

Update:
Das Autohaus hat einen Tag später den offenen Betrag auf unser Konto überwiesen, unsere Hausbank die Überziehung ohne Murren einfach durchgewunken und den Spielraum vergrößert, den Trockner werde ich die Tage bestellen. Trotzdem ist es Aufregung die man nicht braucht und Zeitverschwendung. Teuer so oder so... aber so ist das Leben nun mal. 



Kennst du auch solche Situationen?
Dann her damit und ab in die Kommentare - trau dich. 

Atomlabor

jens mahnke


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Atomlabor ist der Blog von Jens Mahnke

Netzaktiv seit 1997. Blogger seit 2007.


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