Pebble Round 2, lohnt sich der Kauf?
Pebble ist zurück und diesmal sogar wieder in rund und wirkt dabei erstaunlich erwachsen. Die Pebble Round 2 knüpft sichtbar an die Pebble Time Round von 2015 an, behebt aber endlich deren größte Schwächen und bringt das Konzept sauber ins Jahr 2026. Dünn, leicht, immer sichtbar, echte Buttons und ein Akku, der nicht jeden Abend Aufmerksamkeit verlangt. Genau deshalb ist diese runde Smartwatch 2026 wieder relevant, gerade in einer Zeit, in der viele Uhren eher kleine Smartphones fürs Handgelenk sind. Warum man am Handgelenk auf eine Pebble setzen sollte, habe ich ja schon ausführlich hier im Atomlabor Blog aufgeführt.
Aber kommen wir zur Round 2 zurück:
Das neue Herzstück ist ein 1,3 Zoll farbiges E Paper Display, das nahezu die komplette Front einnimmt. Mit 260 x 260 Pixeln bei 283 dpi wirkt alles deutlich schärfer als früher. Kein dicker Rand mehr, kein verschenkter Platz. Und weil es E Paper ist, bleibt das Display permanent an, blendet nicht und ist auch nachts angenehm zurückhaltend und bei Sonnenlicht perfekt ablesbar. Dazu kommt ein Edelstahlgehäuse, absurd dünn mit 8,1 Millimetern, in drei Finishes: mattes Schwarz, gebürstetes Silber oder poliertes Roségold. Mehr Uhr, weniger Gadget, klar auf Stil statt Sport getrimmt und doch smart für den Alltag.
Trotz des schlanken Gehäuses verspricht Pebble eine Akkulaufzeit von rund zwei Wochen. Möglich wird das durch moderne Bluetooth-Technik und die stromsparende E Paper Anzeige. Als System läuft PebbleOS und das jetzt komplett Open Source, inklusive Apps für iOS und Android. Getrackt werden Basics wie Schritte und Schlaf, mehr aber bewusst nicht. Die Pebble Round 2 will kein Hardcore-Sportcomputer sein, sondern ein smarter Begleiter für Benachrichtigungen, Musiksteuerung, Kalender, Watchfaces und kleine Apps. Aber halt kein China-Gadget (wobei es dort ja bekanntlich auch sehr gute gibt). Aber das Design und die Idee aus Kanada ist im minimalistischen Ansatz, was eine Smartwatch einfach benötigt, genau richtig und perfekt durchdacht.
Bedient wird klassisch über vier echte Buttons, die auch blind funktionieren, ergänzt durch einen Touchscreen, den man nutzen kann, aber nicht muss. Für dunkle Umgebungen gibt es eine Hintergrundbeleuchtung. An Bord sind außerdem ein Beschleunigungssensor, Magnetometer, ein Linear Resonanz Vibrationsmotor für Benachrichtigungen und Dual-Mikrofone für Spracheingabe, etwa für kurze Interaktionen oder Sprachnachrichten. Sprachantworten funktionieren aktuell offiziell mit Android, Unterstützung für iOS in der EU ist angekündigt.
Der eigentliche Nerd Faktor bleibt das Ökosystem:
Über 15.000 Apps und Watchfaces im Pebble Appstore, plus SDK für alle, die selbst bauen wollen. Open Source heißt hier nicht nur Marketing, sondern Community, Updates und Bastelgeist. Pebble selbst macht kein Hehl daraus, dass neue Hardware in so einem offenen Setup kaum geheimzuhalten ist. Das klingt weniger nach Konzern und mehr nach lebendigem Projekt und ja, so ist es auch. Wenn du ein wenig pfiffig bist, kannst du dir leicht selbst eine passende App für deine Pebble bauen. Und selbst von den alten Apps funktionieren noch so viele so gut und werden von den freien Entwicklern teilweise aufgefrischt. So kann ich auf "Knopfdruck" meine nächste Busverbindung minutengenau anzeigen lassen – das ist echt cool und funktioniert perfekt.
Die Pebble Round 2 erscheint im Mai 2026 in vier Varianten:
Matte Black mit 20 mm, Brushed Silver mit 20 mm, Brushed Silver mit 14 mm und Polished Rose Gold mit 14 mm. Quick-Release ist Standard, Silikonbänder sind dabei, Leder ist geplant.
Praktisch für alle mit Strap-Sammlung: Du kannst jedes Standardband in der passenden Breite nutzen.
Aktueller Status:
Die Uhr steckt im Design Verification Test, also in einer Phase, in der das finale Design steht und verifiziert wurde. Vorbesteller der Pebble Time 2 (wie ich einer bin) können ihre Order auf die Round 2 umstellen, parallel bekommen Entwickler Zeit, ihre Apps ans größere Round-Display anzupassen. Auf der CES zeigt Pebble gerade erstmals wieder einen eigenen Stand und signalisiert ziemlich klar:
Das Comeback ist kein Nostalgie-Gag sondern ein komplexer Neustart.
Preislich liegt die Pebble Round 2 bei 199 US Dollar, der Versand soll, wie oben schon erwähnt, im Mai starten. Nach Deutschland kommt noch 25 Dollar an Versandkosten drauf (und bitte den Einfuhrzoll nicht vergessen), aber das ist ja alles für eine Smartwatch mit diesen Fakten ein super Preis. Du kannst also knapp um die 200€ für alles rechnen. Wer früher Pebble mochte oder heute genug von überladenen Smartwatches hat, bekommt hier eine runde Smartwatch mit langer Akkulaufzeit, offenem Betriebssystem, echtem Button-Konzept und einem Design, das 2026 nicht nach Technikspielzeug aussieht. Ach ja, und eine Wasserdichtigkeit von 30m ist auch noch angepeilt.
Die Pebble Round 2 ist daher eine elegante Uhr für jeden Tag und genau deshalb so spannend. Also, der Kauf lohnt sich definitiv.
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