Fair Produkte bewerben mit Bloggern : Wie man als Agentur eher nicht mit Bloggern umgehen sollte | Werbe-Fail - Atomlabor Blog | Dein Lifestyle Blog

Fair Produkte bewerben mit Bloggern : Wie man als Agentur eher nicht mit Bloggern umgehen sollte | Werbe-Fail

Wie man Blogger nicht anspricht - ein aktuelles Fallbeispiel.

Eine Werbeagentur aus Santa Monica schreibt die Tage im Auftrag Warner Bros. Blogger an um einen "exklusiven" Inhalt zu veröffentlichen.

Wörtlich: "Warner Bros. ist stolz, die Veröffentlichung von Project X auf Blu-ray und DVD ankündigen zu können. Daher erhältst Du die Chance, die exklusive Project X Blog-App zu teilen und eine Kopie des Films an Deine Leser und Follower zu verschenken!"

Jetzt ist das zuerst eine interessante Sache könnte man meinen.
Ich könnte unter Euch als meine Leser eine DVD verlosen, dazu "exklusiv" und von einem renommierten Unternehmen evtl. und so sollte es sein, ein cooler Film.

Kurz mal nachgedacht, eine DVD für Euch - Views also Besucher für mich, ich binde eine Werbeapp auf meinem Blog ein, worüber ich diesen oben erwähnten Film für tuti promote?! Die Leute die scharf auf Gratisdinge und Verlosungen sind sind keine Leser.

Irgendwie fühlte sich das für mich falsch an.

Nö Leute, eine läppische DVD die ich unter vielen Lesern verlosen soll, auch eher einen mittelmäßigen Film der wohl eher die Generation unter 20 anspricht, hier mit einer App im Blog der Dir Deinen Partynamen generiert?! 
So ein Schwachsinn finde ich - dazu eine Anfrage die zwar massig Text enthielt, aber zu viele Regeln.

Was mich aber ärgert ist die Tatsache das man für solche Promos normalerweise ein bisschen mehr für den Blogger springen lässt als nur den vermeintlichen Mehrwert der höheren Besucherzahl, gerade wenn bekannte Marken bzw. Produkte bekannter Marken promotet werden sollen.

Einige bekannte Blogger haben auf eine Rückfrage auch eine DVD für das Einbinden angeboten bekommen und abgelehnt und da frage ich mich doch ob Warner Bros. kein Geld für Social Marketing hat oder was das ganze soll, denn so kommt es rüber wenn eine Agentur für eine Marke versucht über Blogger "auf billig" Werbung zu schalten.

Ein normaler und fairer Umgang mit Bloggern sollte anders von statten gehen, denn Blogger sind keine billige Litfaßsäule im Internet.


  • Die Firma möchte das ich für ein Produkt werbe und wählt dafür Blogger aus.

Zuerst mal eine gute Wahl der Agentur, wenn der Blog zum Produkt passt.
Der Blogger sollte hier erst mal überprüfen ob das Produkt zum Blog, seiner Zielgruppe und zu ihm passt, wie die Agentur es voraussetzt.
Passt es sollte man sich Gedanken über die Vergütung machen.


  • Die Firma stellt Forderungen - App einbinden usw.

Dies hat nicht nur zur Folge das man die Seitenladezeit verlängert, man sollte hinterfragen welchen Sinn die jeweilige App auf einem (seinem ) Blog hat. In diesem konkreten Fall wäre das Einbinden über Facebook und nicht über Blogger für die Agentur sinnvoller gewesen. 
Auch eine einfache Anfrage "a la" Verlose eine DVD unter Deinen Lesern und promote dafür den Film von Warner Bros. - was hättest Du gerne dafür bzw. was sind deine Konditionen, wäre perfekt gewesen.


  • Die Firma führt eine Konversation mit dem Blogger.
Hier sollte darauf geachtet werden, dass die Konversationspartner nicht einfach wechseln - ich schreibe mit Justin und Mike antwortet!?
Der Ansprechpartner sollte also immer der selbe sein oder es wird darauf hingewiesen das ein Gespräch mit mehreren Leuten der Agentur geführt wird.
Man antwortet, das gilt in beide Richtungen. Man ist höflich und zuvorkommend und bleibt fair. Wenn zum Beispiel ein kleines Editorial 100€ als VB. zu Buche schlägt, dann erwartet der Blogger eine Verhandlung und keine Stille, denn das ist unprofessionell.



  • Ich gehe davon aus, dass eine Agentur welche, wie in diesem Fall, für Warner Bros. arbeitet ein ordentliches Budget zur Verfügung gestellt bekommt.

Liebe Freunde, Blogger bieten keine billige Werbeplattform 
- hier wird ordentlich gearbeitet und das bedarf einer ordentlichen Vergütung und einer ordentlichen Vorarbeit, sprich das Anschreiben also die Email sollte übersichtlich, nicht zu starr und freundlich am besten persönlich gehalten sein und der Blogger sollte auch was von eurem Kuchen abbekommen.

Gerne werbe ich zum Beispiel für Marken und Produkte die in das Portfolio meines Blogs ( Zielgruppe Lifestyle ) passen, aber ein plumpes " mach mal, dann bekommt einer deiner Leser eine DVD bzw. dann kannst du ein Gewinnspiel auf deinem Blog machen" ist mir persönlich zu billig und da spreche ich wohl nicht nur für mich, sondern entnehme diese Aussagen auch anderen Bloggern.

Keiner macht Werbung für Nüsse, auch wenn es einzelne Blogger gibt welche scheinbar unbedarft auf so eine Anfrage reagieren und für ein paar Views alles tun bzw. nichts hinterfragen.

Auf meine Kostennote die ich per Email zugestellt hatte bekam ich dann keine Antwort mehr von der Agentur und sind wir mal ehrlich, wenn ich Werbung auf dem Blog schalte, wird diese in der Regel als solche gekennzeichnet, die Agentur bekommt eine Rechnung und für gute Werbung muss man halt auch normale sprich gängige Beträge zahlen.

Ich filtere bewusst die Inhalte für Euch als Leser aus, welche meiner Meinung nach keinen Mehrwert für Euch bieten und bringe hier im Blog meiner Meinung nach dezente Werbung unter, werde kein Moneyblogger oder Blogh*re.

Gerne kann man mir natürlich Anfragen stellen, aber wie immer sollte es für alle Parteien fair sein - dem Leser also Euch möchte ich etwas bieten, ich hätte gerne auch einen kleinen Anteil für meine Arbeit und der Auftraggeber bekommt nicht nur eine Chance auf besseres SEO sondern erreicht unter anderem auch Euch als Zielgruppe, wenn der Content interessant ist ( dafür gebe ich mir dann die Mühe ).

In diesem Sinne: 
Liebe Leute von Partnershub.com, das war nix und ein schlechtes Aushängeschild für Warner noch dazu.

Mein Kumpel Pascal hat sich zudem noch mit dem Thema Linktausch im Bezug auf Seriosität auseinander gesetzt ( Partner werden und Link tauschen – Vorsicht! Linktausch-Emails richtig einschätzen ) und wer öfter mal Anfragen erhält, sollte seinen kleinen Leitfaden mal durchgehen. Erst letztens haben wir eine bekannte Eventagentur aus Wuppertal über ein unseriöses Vorgehen eines SEO-Tausches informiert, welcher in deren Namen geführt wurde.

Also erst nachdenken, nicht gierig sein aber realistisch genug um zu erkennen das man ausgenutzt wird.

Hatte ich eigentlich erwähnt das auf mein Kostenvoranschlag, welcher wirklich moderat war, keine Resonanz erfolgte? Kommunikation ist eben alles.
Witzig war noch das ich versehentlich eine andere Email an den ersten Gesprächspartner geschickt hatte, welche für einen Künstler mit ähnlichen Namen bestimmt war und ein anderer Mitarbeiter der Agentur sich für das Einbinden des Links und der App bedankte und nach dem Deeplink fragte.
Hier war es nur höflich von mir mich für dieses Fauxpas zu entschuldigen und noch mal auf meine Kostennote zu verweisen. 
Wieder keine Antwort.

Abschließend bleibt zu sagen, dass man sich als Blogger nicht veräppeln lassen sollte - aber Ihr habt ja alle selber ein Gehirn.
Fair Produkte bewerben mit Bloggern : Wie man als Agentur eher nicht mit Bloggern umgehen sollte | Werbe-Fail

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Kommentare

  1. :D du ahnst gar nicht, was bei mir momentan als "Entwurf" im Wordpress Backend liegt :DDD. Die kriegen morgen von mir direkt noch einen drauf! ^^

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  2. So.


    http://www.lordysweblog.net/2012/09/05/atomlabor-wuppertal-fair-produkte-bewerben-mit-bloggern/

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  3. Heute um 1h kam dann noch mal ein reminder zum Gewinnspiel von Mike an - der komplette Inhalt der ersten Email mit dem Opener :


    "Hallo,
    Wir möchten euch noch einmal daran erinnern, dass ihr die Chance habt ein Gewinnspiel auf eurem Blog zu veranstalten, bei dem eure Leser eine Project X DVD gewinnen können.Weiter unten findet ihr alle Infos zum Gewinnspiel und wie ihr an der Aktion von Warner Bros. teilnehmen könnt. Wir wünschen euch und euren Lesern viel Spaß beim Mitmachen! Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr uns gerne eine Email schicken.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Mike"
    ----

    Leute, eine Antwort auf meine Kostennote wäre hier angebrachter gewesen als unpersönliche Reminder.

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  4. Witzig, den hab ich auch bekommen. Kann mich allerdings nicht daran erinnern, der erste Mail bekommen zu haben. ^^

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  5. LOL - ich glaube ich schreibe mal Warner an.

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  6. Die bekam ich auch und antwortete unfreundlich. Keine Reaktion.

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  7. Hab die Mail auch bekommen und direkt gelöscht. Obwohl ich erst zurückschreiben und fragen wollte, was das den bitte sein soll. Ich würde gern wissen wer so etwas freiwillig postet...


    In werde demnächst auf jeden Fall auch ein Artikel über Blogger Relations schreiben, weil da einfach viel zu viel falsch läuft. Eine der wenigen Ausnahmen war letzte Woche Canon. Perfekte, ehrliche und vor allem persönliche Kommunikation mit den Bloggern.

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  8. Leider gibt es noch einige die so etwas freiwillig posten.
    Da hängt man scheinbar an jedem View und veröffentlicht jeden Blödsinn. Leider!

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  9. Nun andere Blogger nehmen z.B. grundsätzlich kein Geld. Alles Ansichtssache.

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  10. Die machen dann für reiche Unternehmen umsonst Werbung.
    Da wo ich herkomme nennt man solche Menschen Trottel.
    Es muss ausgewogen sein. Win-Win.

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  11. Uuuuuund fertig:
    http://lofter.de/06-09-2012/wie-man-blogger-nicht-behandelt-ein-wutpost-zum-luft-machen/ ;)

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  12. Habe die Mail heute auch bekommen und dachte mir erst, es sei ganz nett. Gepasst hätte es auch, denn es war mein Gewinnspiel-Blog wo ich das veröffentlichen sollte. Aber wo ist bitte deren Impressum? Ohne ist das Ganze von vornherein unseriös. Ich werde nicht mal antworten, kommt auf die blacklist.

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  13. Man hat aber dazugelernt, diesmal werden dem Blogger zwei Bluerays angeboten -
    Eine als Dankeschön und eine zum Verlosen.

    Aber was ist da???
    "Ermitteln Sie einen Gewinner und teilen Sie uns fristgerecht seine Adresse mit, damit wir die Preise verschicken können. "

    Was meinen die mit fristgerecht, wenn keine Frist angegeben wird???

    Leute, auch diesmal ist es wieder nix, weniger komische Regeln und keine dämlich App und man könnte darüber nachdenken.Ach ja, eine persönliche Ansprache wäre auch vom Vorteil.

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