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TASHEENO | Layover im Full EP Stream

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TASHEENO | Layover im Full EP Stream
Layover klingt wie ein Zwischenstopp mit laufendem Motor.

Layover von TASHEENO klingt erst einmal nach Zwischenstopp, nach Flughafenlicht, nach Kaffee im Pappbecher und diesem kurzen Moment, in dem man eigentlich nur warten soll, warten auf das kommende Album. Aber diese EP wartet nicht und lässt dich nicht warten. Sie steht eher mit laufendem Motor am Gate und nickt dir zu: „Komm, steig ein, wir sind noch nicht fertig, es geht weiter.“ Die Österreicher von TASHEENO parken hier also kurz den Tourbus, aber sie ziehen definitiv nicht die Handbremse an. 


Layover ist eine kompakte Zwischenstation auf dem Weg zum kommenden Album Dance Music inna different style. Und ja, dieser Satz passt ziemlich gut zu dem, was hier passiert, denn das österreichische Kollektiv bewegt sich irgendwo zwischen Club, Dub, Afrohouse, Ska-Vibes und Liveband-Druck. Nicht als wild zusammengewürfelte Genresuppe, sondern erstaunlich klar geführt mit einem roten Faden. 


Electronic Afro Dub und was TASHEENO daraus macht:

TASHEENO sind kein klassisches DJ-Projekt und auch keine Band im herkömmlichen Sinne, eher ein Kollektiv, das elektronische Produktion mit echten Instrumenten verschaltet. Drums, Bass, Synths, Gitarre und Brass landen nicht als Deko auf den Tracks, sondern tragen den Sound komplett mit. Das merkt man schnell, weil hier nichts nach Baukasten klingt, denn die Musik hat Körper. Sie schiebt, federt, schwankt und bleibt trotzdem sauber auf Kurs. Und wenn "On my Way" mit dem sanften SKA-Beat ertönt, dann fühlt sich das sogar herrlich retro an und wird durch den DUB in die Moderne gezogen, um daraus dann wirklich Electronic Afro Dub zu zaubern. 


Doch was meint der Begriff Electronic Afro Dub eigentlich und ist das nicht nur ein hübsches Etikett? Nun, ist es nicht, der Begriff hilft tatsächlich, dieses Ding zu greifen. TASHEENO nehmen Dub-Delay, bassige Club-Energie, afrokaribische Impulse, Afrohouse-Texturen und ein paar Offbeat-Reflexe, rühren das aber nicht zu kompletter Retro-Nostalgie zusammen. Viel eher klingt es so, als würde jemand den alten Soundsystemgeist aus dem Proberaum direkt auf eine heutige Tanzfläche tragen und das ist dann wirklich innovativ. Ja, genau das macht Layover spannend, denn die EP fühlt sich nicht wie eine lose Sammlung von Singles an, sondern wie ein kurzer Reisebericht. Fünf Stopps, fünf Perspektiven, aber eine klare Richtung.


Die Tracks | Fünf Stationen mit eigener Temperatur

  • Time To Go mit Charlie P
  • Mbife mit Idd Aziz
  • Niokire mit Nes Mburu
  • On My Way mit Shniece McMenamin als Extended Dub
  • Trippin


Schon die Gästeliste sagt einiges. UK-Soundsystem-Energie, kenianische Stimmen, Afrohouse-Verweise, Dub-Culture, dazu ein Instrumental, das wie ein Blick in den Maschinenraum funktioniert. TASHEENO denken ihre Musik international, aber nicht beliebig, und das ist ein wichtiger Unterschied. Es geht nicht darum, möglichst viele Einflüsse in den Topf zu werfen und zu schauen, was aus der Suppe wird, es geht um Verbindung.



Time To Go mit Charlie P ist so ein Track, der seinen Titel ernst nimmt. 
Da ist sofort Bewegung drin. Charlie P bringt diese Soundsystem-Präsenz mit, die nicht laut auftreten muss, um Raum zu füllen. Die Vocals sitzen auf einem Fundament, das Dub kennt, aber nicht im Museum wohnt. Ein bisschen getoaste, schöner, tiefer, grollender Bass, lockere Vocals. Nice. Der Track hat Druck, aber keinen Muskelshirt-Gestus. Er rollt eher. Bass nach vorne, elektronische Spannung darunter, dazu dieses Gefühl, dass gleich irgendwo ein Stroboskop anspringt. Für meinen Geschmack hätte es gerne ein wenig aggressiver sein dürfen. TASHEENO zeigen hier aber ziemlich direkt, dass sie Dub nicht nachspielen wollen. 


Mit Niokire holen TASHEENO die kenianische Sängerin Nes Mburu ins Zentrum. Der Track hat einen warmen Puls, organische Percussion und Vocals, die nicht einfach oben auf dem Beat liegen, sondern sich in ihn hineinlehnen. Das klingt nicht nach einem Feature, das man nachträglich draufgeklebt hat. Eher nach einem gemeinsamen Raum, in dem alle kurz die Schuhe ausziehen und dann doch anfangen zu tanzen. Was mir daran gefällt: Niokire kippt nicht in diese glattpolierte Afrohouse-Ästhetik, die inzwischen an jeder zweiten Playlist-Ecke wartet. Der Track bleibt handgemacht im Gefühl, auch wenn die Produktion elektronisch denkt. Natürlich ist das kein Zufall, sondern genau die Stärke dieses Kollektivs.


On My Way mit Shniece McMenamin geht noch einmal anders an die Sache heran. Hier kommt dieses TASHEENO eigene CyberSka-Gefühl durch. Ska-Rhythmik, Dub-Raum und elektronische Produktion treffen sich in einer Extended-Dub-Version, die nicht hetzt. Der Track darf sich ausbreiten. Wer bei Ska sofort an verschwitzte Keller, karierte Hemden und sehr viel Hüpfen denkt, bekommt hier ein Update. Der Offbeat ist da, aber er ist futuristischer, flächiger, dubiger. Und trotzdem passiert genau das, was guter Offbeat eben macht: Irgendwann bewegt sich der Fuß von allein.


Mbife mit Idd Aziz bringt noch einmal eine andere Schwere mit. Nicht im Sinne von düster, sondern im Sinne von geerdet. Die Basslines sitzen tief, der Groove arbeitet körperlich, und die Stimme wirkt weniger wie ein Pop-Element, sondern fast rituell. Das ist Musik, die nicht nur nach vorne will, sondern auch nach unten. In den Bauch, in die Knie, irgendwo dahin, wo man nicht mehr groß analysiert.

Auch hier vermeiden TASHEENO die üblichen Tricks, also keine billige Drop-Dramaturgie, kein künstliches Aufpumpen, kein „Jetzt kommt der große Moment“-Schild über dem Track. Mbife bleibt dichter, geduldiger und dadurch am Ende wirksamer.


Zwischen den Vocal-Tracks steht Trippin wie ein Instrumental mit offener Motorhaube. Man hört, wie TASHEENO denken. Elektronische Grooves, Bass, Brass, Percussion, alles greift ineinander. Gerade deshalb ist Trippin kein Füllstück, sondern ein gekonntes Outro.


TASHEENO | Layover im Full EP Stream


Natürlich ist Layover ein Teaser auf das kommende Album Dance Music inna different style, das hört man. Die EP fasst zusammen, was in den letzten Releases schon angelegt war, und schiebt es in eine kompakte Form, was für uns neue Hörerinnen und Hörer ein guter Einstieg ist. Für alle, die TASHEENO schon verfolgt haben, ist das eher eine Art Zwischenbilanz. Aber das Wort „Zwischenbilanz“ klingt fast zu nüchtern. Layover fühlt sich eher an wie dieser kurze Stopp auf einer Reise an und das gefällt. 


Hier liegt tatsächlich der Charme dieser EP, sie erklärt nicht zu viel, sie stellt sich nicht wichtig in den Raum, sie drückt einfach aus, was TASHEENOs DNA ist: Bass, Bewegung, Dub-Raum, globale Stimmen und eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie moderne Tanzmusik klingen kann, wenn man sie nicht nur am Rechner, sondern auch mit Bandohren denkt und umsetzt.


linktr.ee/tasheeno
Atomlabor

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Atomlabor ist der Blog von Jens Mahnke

Netzaktiv seit 1997. Blogger seit 2007.


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