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#LVLUP 2.0 - Der Stand der Dinge | Atomlabor on Tour - VLog

Montag, November 30, 2015

#LVLUP 2.0 - Sinn und Unsinn der Virtuellen Realität oder der Stand der Dinge | Atomlabor on Tour VLog

Mein unbedarfter Einblick in eine "neue" Welt - VR

Am 19. November, also knapp vor zwei Wochen war ich auf dem Weg nach Hamburg.
Das Thema habe ich Euch ja schon im Vorfeld angekündigt, es ging um VR also Virtuelle Realität.


Jetzt kannst Du sagen "Nerdkram, interessiert mich nicht", doch diese Thema wird noch mal ein richtig dickes Ding werden. Nicht heute, nicht morgen, aber in ein paar Jahren und da kann es nicht schaden sich im Vorfeld mal mit dieser "anderen" oder besser zusätzlichen Realität auseinanderzusetzen. Ich wurde also von 7mobile zum Vortrag LVL UP ins Hauptquartier der VR-Nerds den ShoVRoom eingeladen und fand es richtig interessant.
Also gibt es diesmal auch ein kleines VLog dazu.

VR VLog - hoffe es gefällt Euch.


Erstmal in HH angekommen fuhr ich mit einem Taxi zu einer befreundeten Agentur, denn wenn man schon in meiner zweit liebsten Stadt zu Gast ist, dann muss man auch Freunde besuchen. Das Wetter wie auch in WuTal, Regen. Meine Laune gut, der Taxifahrer unterhaltsam und mein Kaffeedurst groß.


So verbrachte ich den ganzen Vormittag gemütlich in einem feinen Cafe und danach in der Agentur, bevor es erstmal zum Einchecken ins Hotel ging. Eins vorweg, das Hotel diente nur als Schlafstädte und war echt nicht der Hit. Aber das erwähnte ich ja schon im Video.
Nun das Frühstück war zumindest OK ;)
Also kurz frischmachen und per pedes ab zum ShoVRoom, welcher in einem Industriegebiet in Hamburg Nord liegt. Crazy was die VR-Nerds sich da alles aufgebaut haben, so ist der Veranstaltungsraum mit verschiedenen VR-Installationen (im Eigenbau) bestückt worden.

Talkrunde über VR


Als Speaker hat man Chris von den VR-Nerds, Evgeni Kouris von Toywheel und Oliver Rößling von OpusVR eingeladen. Moderieren durfte Uke Bosse, der dem ein oder anderen noch von MTV Game One oder Reload bekannt sein dürfte. Wer ihn kennt, der weiss dass es immer sehr crazy ist wenn Uke versucht nicht als Selbstdarsteller aufzutreten ;). 



Alles in Allem hat die Moderation aber gut funktioniert und so seinen Unterhaltsungswert - dank seiner Vorgeschichte hat er aber auch einschlägige Erfahrungen im Bereich VR, was so einiges an guten Fragen lieferte.

Mein Gastgeber Thorsten Piontek, Gründer und Inhaber von 7mobile.de begrüßte uns und dann ging es erst mal los mit einer Talkrunde. Christoph Springer, Mitbegründer von VR-Nerds, hat siche der Frage angenommen wie sich VR auf unser soziales Leben / Verhalten auswirkt.

Thorsten Piontek, Gründer und Inhaber von 7mobile

Wird man zum Stubenhocker und verarmt sozial oder führt diese Technik eventuell zu neuen sozialen Interaktionen. Die aufgeworfene Frage ist natürlich immer abhängig vom Nutzerverhalten und auch direkt auf Gamer übertragbar. Man kann seinen Freundeskreis natürlich im virtuellen Raum weltweit erweitern und mit Menschen in Kontakt kommen, welche man aus räumlicher Distanz sonst niemal treffen würde/könnte. Dazu ist in einer virtuellen Welt mit Avatare als "eigenes Ich" ein Bereich wo man Vorurteile und/oder Rassismus außen vor lassen kann.

Grundsätzlich hat Christoph damit aber nichts neues erzählt und so fand ich den nächsten Speaker, Oliver Rößling von OpusVR wesentlich interessanter. Ein Typ von gut zwei Meter Körpergröße, locker und echt witzig erklärte uns wie man VR als Marketingtool nutzen kann und was die Crux beim Anwender ist. Zusammen mit seinem Kollegen Rüdiger Höfert hat man dann so einiges über Sinn und Unsinn von VR erfahren.

So beschäftigt man sich bei OpusVR u.a. mit Immobilien und Architektur und kann so komplette Neubauten vor dem eigentlichen Bau visualisieren. Das häufigste Problem bei der Zielgruppe gutbetuchter Klienten, man mag keine VR-Brille aufsetzen die die 200 Euro Frisur ruinieren könnte. Olivers Credo "Noch ist VR kein Mainstream und Brillen müssen sexy werden". FullAck von meiner Warte.

Der Schritt zum reinen VR im Mainstream wird eh erst über die aktuellen Cardboards erfolgen, wo man sein Handy in virtuelle Brillen stecken kann und einen abklatsch von VR präsentiert bekommt.

Doch was viele davon abhält ist wohl eher der generelle Verlust von zwei Sinnen in der Realität. Denn wenn ich eine VR-Brille mit Kopfhörer trage, dann schalte ich ja komplett zwei Ebenen aus - das Sehen und das Hören meiner eigentlichen Realität. Genau dies ist wohl auch das Hauptproblem was ältere Generationen mit Virtueller Realität haben werden.
Der Übergang wäre dann eher Augmented Reality, einer Verbindung zwischen realer und virtueller Sicht. Da hat sich Microsoft mit Holo schon gut platziert.


Evgeni Kouris von Toywheel und der CTO Christian Bittler, haben dieses Thema bearbeitet und man hat in der Vergangenheit stark an diesem Feld im Bereich Smartphonegames gearbeitet. 


Christian, eher kritischer Betrachter der VR-Technik, hat den Einwand gebracht, dass VR schon Anfang der 90er am Start war und wir kaum weitergekommen sind. Ein recht abgeklärter Typ, hat mir gefallen. Nun arbeitet man an einer übergreifenden Plattform für virtuellen Content.

Vom Talk in die virtuelle Welt

Nach der Talkrunde gab es natürlich noch einen direkten Einstieg in die Materie und so habe ich die Entwicklerversion der HTC Visor, die Oculus Rift bis zur Gear VR angetestet und war gerade von der HTC begeistert. 

Wenn man sich darauf einlässt die Realität in einer virtuellen Welt zu betreten, dann flashed das schon ungemein. Die Visor hat mir den besten Eindruck vermittelt, da sie ein extrem breites Sichtfeld mit einer super Auflösung hat.


Der absolute Vorteil, man bringt in seinem Wohnzimmer (oder sonst wo) zwei Laser an und diese tracken die Positionsdaten der VR-Brille und der Controller. Die Controller werden so in der Virtuellen Welt zu realen Händen, man kann also virtuelle Gegenstände real greifen und seine Hände dort als Eingabegerät nutzen. Was natürlich fehlt, die Haptik.

Doch wenn man sich in diesem "Laserkäfig" befindet, kann man in einem abgetrennten, abgescanten Bereich der realen Welt, einen virtuellen Raum komplett betreten und dort als echte Person interagieren. So ist es u.a. möglich in einem virtuellen Raum umherzugehen, sich umzusehen und Dinge mit seinen Händen anderweitig zu platzieren. Ich spiele ein Rätselspiel in einem "offenen" Aufzug und musste mich durch Interaktion mit verschiedenen Gegenständen davon befreien nicht in einen Vulkan abzustürzen. Wahnsinns Sinneseindruck, da kann man auch mal leicht ein "Schwindelgefühl" bekommen - sogenannte Motion Sickness. Dies rührt daher, dass die Augen und Ohren andere Sachen wahrnehmen als der Körper zuordnen kann. Wenn es sich also augenscheinlich in der virtuellen Welt bewegt, dann sagt das Innenohr der "realen" Welt das man steht und sich nicht bewegt - das Gehirn schaltet auf Grund dieser Sinnestäuschung auf Schwindelgefühl um. 

Jeder Astronaut sollte das kennen und man kann es trainieren - ich habe mich sehr schnell damit arrangiert und es für mich ausgeblendet. Also eins steht fest, in einer virtuellen Welt zu fliegen ist der Hammer. 


Die VR-Nerds haben extra für einen "Flugsimulator" eine Software geschrieben und fünf Ventilatoren unabhängig angesteuert. Dabei sollte man allerdings sitzen, sonst fällt man unter Garantie um. Fliegt man also durch diese abstrakt programmierte Welt nach links, so bekommt man auch den Windstoß von links mit und der Eindruck des Fliegens wird noch mal erhöht. Vergleicht es mit einem 4D Kino. 

Fazit:

Es bleibt also festzuhalten das die Technik ein gutes Stück weiter gekommen ist und jetzt schon richtig Spaß macht. Man kann zum Beispiel mit verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Ländern virtuell einen Film in einem Kinosaal zusammen gucken, sich dabei unterhalten und ein gemeinsames Event zusammen erleben. Man kann virtuelle Touren durch noch nicht vorhandene Infrastrukturen erleben, rein theoretisch Operationen auf einem anderen Kontinent durchführen, gemeinsam Spiele zocken uvm.

Mal gucken was die Zukunft bringt - ich denke aber es steht und fällt mit der Hardware. VR-Brillen müssen leistungsstärker werden, hochauflösender und vom Kabel befreit sein. Sobald die Brillen "sexy" aussehen, werden sie massentauglich.

Ich könnte jetzt noch Stunden so weiterschreiben und über meine Einschätzung und Einstellung dazu berichten, vermute aber das es zu nerdig für Euch sein dürfte und es dann keiner wirklich lesen mag. Wer aber Fragen zum Thema hat, der kann sie einfach in die Kommentare hier unter dem Beitrag packen und ich werde darauf eingehen.

Vielen Dank noch mal an die VR-Nerds, 7mobile und das LVL UP Team für diese Erfahrung. War cool.


Mehr Infos zum Thema gibt es noch bei 7mobile im Blog
[Dieser Beitrag entstand durch freundliche Einladung zumEvent von 7mobile]

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