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Siren Head Film | Bevor der Kino-Hype startet, musst du diesen Horror-Kurzfilm sehen

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Vergiss Hollywood (erstmal) | Warum dieser "Siren Head"-Kurzfilm gerade das Internet rasiert.
Vergiss Hollywood (erstmal) | Warum dieser "Siren Head"-Kurzfilm gerade das Internet rasiert.

Hollywood giert geradezu nach allem, was irgendwie nach Creepypasta riecht und will sich das schnell einverleiben. Und jetzt ist die Katze endlich offiziell aus dem Sack: Siren Head bekommt tatsächlich seinen eigenen, fetten Kinofilm! Warner Bros. hat die Schatulle geöffnet und es wird nicht auf Streamingdiensten, sondern im Kino starten. Mit Leuten wie Zach Cregger am Start dürfte das ein ziemliches Brett werden, aber mal Tacheles... Bevor wir uns jetzt alle kollektiv mental auf ein Multimillionen-Dollar-Projekt vorbereiten, bei dem vielleicht wieder mal viel zu viel glattgebügeltes CGI den eigentlichen Charme killt, müsst ihr euch unbedingt reinziehen, was die Indie-Szene in der Zwischenzeit so abliefert.


Mir wurde kürzlich "Siren Head – The Sound of Madness" von der CIAK COMPANY in den Feed gespült. Der Short hat in knapp einer Woche mal eben locker über zwei Millionen Klicks abgeräumt. Und heilige Scheiße, das Teil hat mich echt kalt erwischt, es ist wirklich ein super Kurzfilm.


Worum geht's?

Ein stinknormaler Elektriker, irgendwo mitten in der absoluten Pampa. Ein massiver Stromausfall soll gecheckt werden, normalerweise ein Routinejob, denkt man sich da vermutlich noch, bis er dann auf diesem verlassenen Grundstück ankommt und da einfach mal ein gigantischer Strommast zerfetzt herumsteht. Statt Verstärkung anzufordern, marschiert unser Typ natürlich schnurstracks in ein nahegelegenes verfallenes Haus. Keine Menschenseele weit und breit. Dafür stolpert er über ein altes Diktiergerät mit einer verfluchten Audioaufnahme. Jemand, der offensichtlich komplett und völlig den Verstand an ein Geräusch verloren hat, das menschliche Trommelfelle eigentlich niemals erreichen sollte. Während das Tape läuft, verwischen die Grenzen so richtig fies zwischen Paranoia und blanker Realität.


Das weiße Rauschen schwillt an und dann hörst du aus diesem endlosen Grau plötzlich diese verdammten Sirenen rufen. Wer Trevor Hendersons Lore auch nur ein bisschen kennt, weiß ja, was jetzt abgeht: Ein 12 Meter hohes, ausgemergeltes Ungetüm mit mumifizierter Rost-Haut und zwei Megafonen als Kopf kommt ins Bild. Das Ding ist plötzlich nicht mehr nur ein creepiges JPEG auf Reddit oder Fandom, es steht buchstäblich direkt vor unserem "Antihelden". Gänsehaut.


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Ein Beitrag geteilt von Trevor Henderson (@trevorhenderson)

 

Für einen Fan-gemachten Horror-Short ist "The Sound of Madness" atmosphärisch der absolute Knaller. Die Macher haben einfach genau verstanden, wie dieser Terror funktionieren muss und zwar nicht durch billige Jumpscares im Sekundentakt, sondern über diesen schleichenden, fiesen akustischen Wahnsinn, der sich langsam in deine Gehörgänge frisst.


AKTE 48-B

Nerd-Wissen: Die Siren Head Lore

Ursprung
Trevor Henderson, 2018. Ein einziger, abartig verstörender Instagram-Post reichte aus, um das Vieh zur viralen Legende zu machen.
Physische Anatomie
Knapp 12 Meter pure Panik. Eine widerliche Symbiose aus mumifiziertem Fleisch und extrem verrostetem Stahl. Auf dem viel zu dürren Hals thront kein Gesicht, sondern ein Holzmast mit zwei gammeligen Megafonen.
Habitat
Tiefste Wälder, nebelverhangene Täler und komplett verlassene Landstriche. Genau da, wo dir eh schon unwohl ist.
Modus Operandi (Akustik)
Lockt Opfer durch auditive Manipulation. Das Repertoire reicht von infernalischem Fliegeralarm über völlig zerschossene Radio-Frequenzen (klingt in etwa so, als würde ein altes Tapedeck gerade dein liebstes Mixtape fressen) bis hin zu den verzweifelten Schreien von geliebten Menschen.


Checkt das Video unbedingt mal aus (am besten mit guten Kopfhörern und im Dunkeln). Und lasst uns in den Kommentaren wetten, ob der kommende Hollywood-Streifen diese dreckige, rohe Stimmung überhaupt einfangen kann. Ich bin da ja wie immer so ein bisschen skeptisch, aber hey... die Hoffnung stirbt zuletzt.


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Atomlabor ist der Blog von Jens Mahnke

Netzaktiv seit 1997. Blogger seit 2007.


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