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Earth-o-Naut mit Everything. All At Once. All Of The Time | SOTD & Albumtipp

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Earth-o-Naut mit Everything. All At Once. All Of The Time | SOTD & Albumtipp
Everything. All At Once. All Of The Time.

Langjährige Blogleser wissen es, Musik ist für mich Rehabilitation. Zu jeder Zeit und zu jeder Gemütslage, suche ich mir die passende Musik, den passenden Soundtrack für mein Leben aus. Gerade ist eher so eine Phase, die ein wenig holprig ist, da kann man Support gut gebrauchen. „Everything. All At Once. All Of The Time.“ von Earth-o-Naut, der heutige Song, klingt so, als hätte jemand sehr genau verstanden, warum britischer Soul manchmal dann am besten funktioniert, wenn er nicht auf Soul macht. Zusätzlich ist es der Opener zum Debüt-Album. 


Earth-o-Naut kommt aus Liverpool. Das ist bei Musik natürlich immer ein schwerer Rucksack, weil sofort alle anfangen, irgendwelche Linien durch die Popgeschichte zu ziehen. Beatles hier, Mersey Beat da, große Stadt, große Legenden. Kann man machen, muss man aber nicht und bei Earth-o-Naut ist spannender, wie unaufgeregt er mit diesem Hintergrund umgeht. „Everything. All At Once. All Of The Time.“ wirkt auf mich nicht wie der Versuch, Liverpool zu erklären, man hat eher das Gefühl, der Song trägt diese Stadt im Blut, mit ein bisschen Soul, ein bisschen Mod-Gefühl, ein bisschen grauem Himmel über warmem Verstärkerlicht, und das reicht absolut aus. Mehr muss man da gar nicht reininterpretieren.


Musikalisch liegt das für mich ziemlich nah an Paul Weller, was auch nicht verwundert, denn es ist Verwandtschaft im Geiste. Dieses kantige Melodiegefühl, diese Mischung aus britischer Direktheit und souligen Unterströmungen kommt direkt rüber. Ich besitze glaube ich alle Alben aus Wellers The-Jam-Zeit, und genau deshalb bin ich bei solchen Vergleichen eher vorsichtig, aber hier darf man den Namen ruhig in den Raum stellen. Jetzt nicht als Etikett, sondern als Koordinate, denn


Steve White sitzt nicht zufällig an den Drums.

Dass ausgerechnet Steve White auf dem Track spielt, ist natürlich ein wenig mehr als nur ein schöner Credit für die Presseinfo, denn White war bei Paul Weller und The Style Council nicht einfach der Typ im Hintergrund, der sauber den Takt hielt, er war Teil dieses eleganten Drucks, den diese Songs hatten. Präzise, federnd, nie zu viel, aber immer genau da. Ich will ihn jetzt nicht in die Riege der Superdrummer heben, aber er hat den Wellersound schon sehr gut miterzeugt.


Genau diese Qualität spürt man auch hier auch. Das Schlagzeug schiebt den Song nicht plump nach vorne, es hält ihn lebendig durch kleine Bewegungen, kontrollierten Puls, keine Angeberei. Ein guter Drummer weiß, wann er den Raum nicht vollstellen darf. White weiß das.


Earth-o-Naut hat den Song selbst geschrieben, aufgenommen und produziert. In seinem eigenen Studio, an einem nicht näher benannten Ort. Das klingt im ersten Moment nach geheimnisvoller Promosprache, aber der Sound macht diese Angabe glaubwürdig. Klingt einfach rund und nicht nach "jetzt muss ich liefern". Also, kein glattgebügelter Streaming-Pop, bei dem jede Ecke entfernt wurde, damit niemand hängenbleibt, ne ne, hier darf die Musik noch ein bisschen Pattina haben. Die Stimme sitzt nah genug, um persönlich zu wirken, aber nicht so nah, dass sie dir mit Pathos auf den Schoß fällt. Die Produktion lässt Luft zwischen den Instrumenten und man hört, was bewusst weggelassen wurde, was ich sehr zu schätzen weiß. 




All At Once. All Of The Time.

 Der Titel klingt erstmal wie ein Zustand, den viele gerade kennen dürften.
Alles. Gleichzeitig, immer. Nachrichten, Termine, Erwartungen, kleine Krisen, große Krisen, und irgendwo dazwischen versucht man noch, ein halbwegs klarer Mensch zu bleiben. Das ist der Grund, warum ich den Song hier auch gerade so für mich feiere. Denn es wird daraus kein plumper Kommentar über unsere überdrehte Gegenwart, eher klingt er wie ein stiller Gegenentwurf dazu. Mal kein erhobener Zeigefinger, keine große Weltdeutung, sondern ein Stück Musik, das dir für ein paar Minuten den Lärm aus dem Kopf nimmt. Und das ist vielleicht seine eigentliche Stärke. „Everything. All At Once. All Of The Time.“ redet nicht über Entschleunigung, sondern verhält sich einfach so. Der Track bleibt kontrolliert, warm, fast stoisch. Als würde jemand sagen: Ja, ich sehe das Chaos, aber ich renne ihm nicht hinterher. Latent ein "Fuck ya", was mir gefällt. 


Bei Musik mit Mod, Soul und Weller-Nähe besteht immer die Gefahr, dass sie nur alte Knöpfe drückt. Parka an, Krawatte richten, Northern Soul Pose, fertig ist der Traditionsbetrieb. Earth-o-Naut tappt da aber nicht rein. Jedenfalls nicht mit dieser Single. Jedoch versetzt er mich natürlich schon in die Stimmung, die ich als 16jähriger hatte, als ich die ersten Mod- und SKA-Partys besuchte. Man merkt dann halt doch, der Song kennt seine Referenzen, aber er wedelt nicht damit herum. Das ist ein Unterschied. Man hört die britische Schule, man hört die Liebe zu klassischem Songwriting, man hört auch diese feine Spannung zwischen Pop und Soul, aber es bleibt im Hier und Jetzt.


Vielleicht ist genau das der Grund, warum mich der Track catched. Er vertraut auf Groove, Stimme, Atmosphäre und auf diesen kleinen Moment, in dem ein Refrain nicht explodiert, sondern sich festsetzt.


Earth-o-Naut mit Everything. All At Once. All Of The Time | SOTD & Albumtipp


Das Album „This Is Nowhere. This Is Everywhere.“ kommt Ende Mai

„Everything. All At Once. All Of The Time.“ ist die erste Single aus dem kommenden Earth-o-Naut Album „This Is Nowhere. This Is Everywhere.“, das am 29. Mai 2026 erscheinen soll. Veröffentlicht wird das Ganze über Agogo Records.



Und ja, ich durfte schon komplett reinhören in die illustre Mischung aus Brit-Funk, Acid Jazz, Soul-Jazz und R'n'B. Gelungen. 



Da Earth-o-Naut diese Mischung aus britischem Soul, sauberer Songschreiberhand und unaufgeregter Produktion über ein ganzes Album trägt, kann ich beruhigt schreiben: „This Is Nowhere. This Is Everywhere.“ ist eine Platte, die nicht nach Aufmerksamkeit bettelt sondern eher eine, die man irgendwann zufällig wieder auflegt und sich fragt, warum man sie nicht schon früher öfter gehört hat. Und solche Platten sind mir meistens lieber als die, die beim ersten Hören schon alles erzählen.



Also haltet den Ende des Monats mal im Kalender fest. In der Zwischenzeit geben wir uns die Single in Dauerrotation. 

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Atomlabor ist der Blog von Jens Mahnke

Netzaktiv seit 1997. Blogger seit 2007.


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