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Kobold Backstage - Wir waren bei Vorwerk in den heiligen Hallen | Atomlabor on Tour

Mittwoch, Oktober 19, 2016

Atomlabor on Tour - Diesmal war es ein Heimspiel. Denn wir waren bei Vorwerk.

Atomlabor on Tour - Diesmal war es ein Heimspiel.

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Vor kurzem hat mich Vorwerk in meiner Heimatstadt Wuppertal in ihr Hauptquartier eingeladen. Zum einen bin ich eh schon seit Jahren Besitzer und Nutzer von verschiedenen Vorwerk Produkten und schätze die Qualität der Marke. Zum Anderen schwingt sicher auch ein wenig Lokalpatriotismus bei mir mit, denn die Produkte wie die berühmten Kobold Staubsauger, der Thermomix usw. werden in Wuppertal hergestellt. 

Diesmal stand alles unter dem Motto "Kobold Backstage". Also los, zeigt mir die Kobolde. 


Aber der Reihe nach.

Es war ein Freitagmorgen, richtig sonnig war es mal wieder nicht in Wuppertal, aber zumindest trocken. Ich machte mich auf den Weg zum Firmensitz nach Barmen. Dieser ist gerade mal 15 Minuten Autofahrt von mir entfernt. So nah kann es auch mal sein. Drei weitere nette Blogger waren mit vor Ort. Es folgte eine kurze und freundliche Begrüßung und schon machten wir uns per pedes auf den Weg zur nächsten Schwebebahnstation. 


Denn es sollte umgehend zur Werksbesichtigung nach Laaken gehen und der Bus dorthin fährt von der Endhaltestelle der Schwebebahn los. Fast wären wir schwarzgefahren, aber das ist eine andere Geschichte. Die anderen Blogger waren auf jeden Fall sichtlich beeindruckt von unserer Schwebebahn und das zu Recht.

Laaken ist nicht nur ein Ortsteil Wuppertals im Stadtbezirk Langerfeld-Beyenburg, sondern hier findet man auch das komplette Vorwerk Werk inklusive Vorwerk Museum vor. Selbst als Wuppertaler ist dieser Bereich eher Ausland ^^, da es schon recht weit von den beiden Innenstädten entfernt ist. Direkt an der Wupper, zu beiden Seiten, liegt also das Stammwerk von Vorwerk. Unser Ziel. 


Was vielleicht sehr interessant ist, die Produkte werden wirklich in Deutschland, also in Wuppertal, hergestellt und nicht in Fernost oder dergleichen.
Da es in erster Linie um die Staubsauger ging, habe ich mir auch Fragen zu meinem hoch geschätzten Thermomix gespart. Vielmehr war ich scharf auf den Blick in das Testlabor des VR 200, des Saugroboters. Denn mein robotisierter Hausfreund hat nämlich gerade ein WLAN-Upgrade verpasst bekommen und da hatte ich doch ein paar Fragen.

Doch ich musste mich noch ein wenig gedulden. Erstmal ging es ins Museum und wir haben den Chefdesigner von Vorwerk, Uwe Kemker, getroffen. Netter Kerl mit klarer Linie. 


Herr Kemker hat uns so einige Produkte der Vorwerk-Geschichte gezeigt und ist auf die Farbgebung eingegangen. Das frische Weiß mit den grünen Applikationen ist nämlich nicht immer so gewesen. Wobei das Grün schon immer eine tragende Rolle in der Designsprache der Firma innehielt.


Kemkers Design sorgt heute für eine gewisse Übersichtlichkeit und den Wiedererkennungs-Effekt. Fast jedes Vorwerk-Produkt hat zum Beispiel einen grünen Schalter, um es zu starten. Achte da mal drauf. Dass die Farbgestaltung einen wesentlichen Einfluss auf das Verhalten der Käufer hat, habe ich dann selbst erkennen können. Zwei baugleiche Staubsauger standen nebeneinander, jedoch war der Eine komplett im grünen Korpus und der Andere im aktuellen weißem Design mit grünen Applikationen. 

Ratet mal was moderner wirkt. Richtig, der helle Vorwerk-Staubsauger.


Ich kam dann auch noch in den Genuss den ersten Staubsauger von 1930 zu testen. Mehr ein Besenstiel mit Motor am Ende, die Saugkraft noch mager, aber er funktioniert immer noch und war damals sicher eine Erleichterung im Haushalt. Heute eher lustig vom Design und doch vom Motor her damals schon den Mitbewerbern überlegen. 


Ein Retro-Thermomix-Vorgänger aus den 70ern im angesagten Hipster Retro-Future-Design hat es mir besonders angetan - ich könnte mir ja so eine Sonder-Serie gut vorstellen (als limitierte Edition). Herr Kemker hat mich aber wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ich bin trotzdem der Meinung ihr würdet so eine Sonder-Edition kaufen ^^


Denn es hat ja schon in der Vergangenheit die kuriosesten Dinge gegeben. Den Staubsauger als Trockenhaube oder die Striegelhilfe ;) - Innovativ ist das ja schon und der Vorwerk Viehstriegel mit Pferdehaar-Absaugung war auch sehr lange, gerade in Österreich, sehr beliebt. Verrückte Welt. 


Vom Museum zur Produktion 

Einen Kaffee später durften wir in die heiligen Hallen und zuschauen wie ein Staubsauger produziert wird. Echt abgefahren, wenn man so eine Kunststoff-Einspritz-Anlage mal irl sieht. Quasi im Minutentakt wird ein neuer Korpus gegossen (k.a. ob man das so sagt). Meine Kamera hatte ich schon parat, jedoch sagte uns Dr. Markus Koch, dass das Fotografieren untersagt sei - war irgendwie ja auch schon im Vorfeld klar, ein paar Bilder aus der Produktion habe ich aber trotzdem parat und Dr. Koch erklärte uns die Produktion. Die grüne Umrandung am Kobold wird zum Beispiel durch ein doppeltes Stempeldruckverfahren im Eigenbau umgesetzt. Da ist man bei Vorwerk wirklich sehr kreativ und gibt sich nicht mit simplen Verfahren zufrieden. Die Qualität ist das A und O. Daher kommt auch noch viel Handarbeit zum Tragen. 



Vorwerk beschäftigt in den Wuppertaler Produktionshallen gut 600 Mitarbeiter.

Eine berechtigte Frage, warum man die Kunststoffkörper in Deutschland fertigt und nicht im vermeintlich günstigeren Ausland. 

Nun, wenn Du Dir die hochglänzenden Staubsauger betrachtest, kannst Du schon erahnen, dass ein Transport zum Beispiel aus China, ein enormer logistischer und verpackungswahnsinniger Aufwand wäre. Das wäre ein ökologisch und ökonomischer Irrsinn. In der Tat ist es qualitativ und produktiv günstiger, in Deutschland zu fertigen. Fand ich schon sehr interessant und natürlich auch löblich für hiesige Arbeitsplätze. Denn man versucht hier möglichst viel Qualität und Ingenieurskunst in die Produkte einzubringen. Das scheint aus meiner Sicht zu gelingen und rechtfertigt auch die Preise. 

Mein Herz für Roboter

Endlich ging es ins Testzentrum für die Saugroboter und hier erfuhr ich auch, dass mein Kobold VR200 die Navigationstechnik in enger Zusammenarbeit mit der aus Silicon-Valley ansässigen Firma Neato bekommt. Aber hergestellt wird der VR200 in Wuppertal und nur die gelungene Navi-Einheit wird in Kooperation hergestellt. Die Ingenieurin Maike Brede zeigte uns ihren Arbeitsplatz bis ins Detail. Einige meiner Fragen durfte sie aber leider nicht beantworten - nun ja, zugegeben, ich habe ein wenig gebohrt und wollte mehr zu kommenden Updates und Upgrades heraus kitzeln. Liegt in meiner Natur - Sorry.


Fast hätte ich auch einen Prototypen auf meine Speicherkarte gebannt - aber auch wenn ich im Labor fotografieren durfte, musste ich das Pic löschen: Ein VR200 mit Platinen auf seinem Laser in einem Holzstab-Irrgarten. Eins steht fest: das Upgrade des VR200 Saugroboters ist noch nicht das Ende der Fahnenstange (jetzt wird man mir sicher dafür den Kopf abreißen, wenn ich vom Harald Blauzahn schreibe - leak). Denn man arbeitet aktuell an weiteren Features für den Testsieger seiner Klasse. Das ist schon toll, dass man selbst nach zwei Jahren noch kostenlos einen Mehrwert erhält. 

Voll witzig und auch irgendwie klar, es gibt eine Robotertestwohnung und eine Klimakammer. Denn man benötigt für Referenzen die gleichen Bedingungen. So gibt es einen Raum, wo die Saugroboter "Normschmutz" saugen dürfen und bei einer genormten Temperatur von 23°C verschiedene Normteppiche und auch Standards, ihre Routen fahren dürfen. Normschmutz - ich finde das so lustig... alles muss genormt sein, selbst Dreck. Hach das ist so herrlich deutsch. Denn in der Tat ist es so, dass jeder neu entwickelte Staubsauger in Deutschland auf Normstaub, Normsand und Norm-Böden getestet wird.




Die Kreativität der Testbereiche kannst Du Dir nicht ausdenken. Videoüberwacht fahren verschiedene Vorwerk-Saugroboter in abgetrennten Bereichen ihre Säuberungsrouten.

Ich hätte hier ja schon längst irgendwelche Robot-Wars veranstaltet.

Die Videoüberwachung dient übrigens u.a. den Nachtstunden, denn so ein Roboter kann auch im komplett Dunklen fahren - dafür hat der VR200 Lasernavigation mit an Board. Da staunen die Mitbewerber. Sollte dann doch mal ein Fehler passieren, so kann man das Videomaterial und die Blackbox im Roboter auswerten. Das darf dann Frau Brede und ihr Team machen. Kommt aber wohl selten vor.



Trennwände und Winkel werden regelmäßig verstellt und das Verhalten der Navigation aufgezeichnet und ausgelesen. Denn der VR200 besitzt eine Blackbox und kann dadurch zu noch mehr Information und Innovation verhelfen. Denn dank der Blackbox wird auch hier noch ein Upgrade erfolgen. Lag jedenfalls so in der Luft. Schließlich kann der VR200 temporär ein Kartenmaterial, der zu säubernden Bereiche, speichern. Aber alles zu seiner Zeit. 


Erstmal App 2 Date 

Da der kleine Hausfreund für Bodensauberkeit nun endlich ein Upgrade auf WLAN bekommen hat (das Testgebiet war übrigens diesmal in Österreich), haben wir mit der neuen App und den Robotern noch ein wenig "gespielt" und sind einen Hindernispark abgefahren. Was die IrDa Fernbedienung nur begrenzt kann, kann Wlan nun in Perfektion. 

So hatten wir einen Heidenspaß mit den ferngesteuerten Robotern in dem Eigenbau-Parcour. Ein Relikt des letzten Sommerfestes und ein Highlight dazu. Da brauchst Du kein ferngesteuertes Auto oder eine Drone - der VR200 und ein Smartphone reichen aus.



Zurück im Haupthaus in Barmen, gab es dann noch ein paar interessante Gespräche mit dem Kobold Produktmanager, Guido Surmund und leckere Schnittchen. Nebensache. Aber den Output unserer Gespräche, wirst Du in nächster Zeit hier im Atomlabor erleben und hier ist noch ein Video, das erklärt wie man die App für den Staubsaugerroboter einrichtet.



Es war auf jeden Fall ein gelungener und interessanter Tag. 
Vielen Dank an Vorwerk für den Einblick in Euer Unternehmen.


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