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Faig Ahmeds dekonstruierte Teppiche | Teppichkunst der besonderen Art und Weise

Mittwoch, November 25, 2015

Faig Ahmeds dekonstruierte Teppiche | Teppichkunst der besonderen Art und Weise

Wenn schon orientalische Teppiche, dann bitte von Faig Ahmed.

Als ich letzten Freitag so durch die Speicherstadt in Hamburg spazierte, fiel mir wieder auf wie viele Teppichhändler es dort gibt. An jeder Türe an jedem Haus sind Schilder mit orientalischen Teppichhandel angebracht. Mein erster Gedanke "wer kauft noch orientalische Teppiche?", "Wer legt sich wirklich noch einen Perser ins Wohnzimmer?". 
Ich blickte mich um und es standen teure Wagen vor den Häusern, Jaguar, Landrover, Daimler, SUV mit vier Ringen oder einer blau-weissen Raute auf der Haube, hier und da ein Porsche... dann kam ein Mann mit einer Lastenkarre aus einem Hauseingang und lud einen Teppich in einer dieser Kisten. Ja, es werden scheinbar noch genug Teppiche dieser Art verkauft und liegen in Harvestehudener Villen aus ;). So stelle ich es mir auf jeden Fall vor.

Doch ganz im Ernst, kommt bei mir nicht in Frage. Klar erkenne ich den Wert und die Kunst dieser Handarbeit an, jedoch finde ich die Dinger eher altbacken.

Der aserbaidschanische Künstler FAIG AHMED geht da einen komplett anderen Weg und transformiert alteingesessene Tradition und Handwerkskunst in eine neue Dimension. 


I explore ancient traditions, cults and cultures, I make my own research and as I communicate with it, I create art. My carpets, installations and embroideries are the result of this interplay. It is fascinating to observe the process of such an easy transformation of such ancient and stable objects.


Das ist auch wörtlich gemeint, denn seine Teppichwerke sind nicht nur klassisch angehaucht sondern auch noch optische Spielereinen ( Illusionen ). So entsteht aus einem traditionellen Muster ein Glitch und oder verpixelte, verquirlte Designs. Als ob man einen Teppich durch sämtliche Filter von Photoshop gezogen hat. Einige Werke sind so gut, ich würde sie mir glatt ins Atomlabor legen. Auch wenn Hamburgs Speicherstadt immer noch das größte Orientteppichlager der Welt ist, würde ich dringend dazu raten sich ein wenig an Faigs Kunstwerken zu orientieren um auch bei der nächsten Generation an Käufern einen Absatzmarkt zu finden.

Zugegeben, bei Faigs Kunst geht es auch nicht unbedingt um klassische Auslegeware, sondern es handelt sich viel mehr um reine Kunst und die gehört in diesem Fall halt eher nicht auf den Boden. Faig Ahmed studierte an der Azerbaijan State Academy of Fine Art in Baku von 1999 bis 2004 im Fach Bildhauerei. 2003 hat er sich dann vor allem mit den traditionellen Aserbaidschanischen Teppichen beschäftigt und diese in ihrer konventionellen Struktur zerstört um sie neu zu erschaffen.

Hier haben wir mal ein paar Beispiele seiner Kunst, welche uns von seiner Kuratorin zur Veröffentlichung überlassen wurden. Geile Sache, oder?








faigahmed.com
© Faig Ahmed - mit freundlicher Genehmigung für Atomlabor Blog

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